Ein Lifestyle-Laster wollte er noch nie sein, der Amarok. Vielmehr ist er ein ein Geselle für die harten Aufgaben. Alles an diesem Auto wirkt solide und kräftig. Von den Haltegriffen im Innenraum über die Trittbretter an der Seite bis hin zur Ladeklappe am Heck, die auch dann keinen Wank macht, wenn man sich draufsetzt. Man merkt es gleich: Dieser Pick-up packt mit an.

Es gibt viel zu tun

Aufgaben gibt es für Ihn auch im Alltag genug: Einkauf im Baumarkt oder Gartencenter, ein kleiner Umzug oder ein paar Fahrräder transportieren? Kein Problem, auch mit der grösseren Kabine mit zwei Sitzreihen. Diese bieten auch auf dem Rücksitz genügend Knie- und Bodenfreiheit für Erwachsene. Auf dem Fahrersitz sitzt es sich ohnehin nahezu perfekt. Von den Sitzen über das Lenkrad bis hin zu den Armaturen ist vieles aus den Pw-Modellen von VW bekannt – und lässt sich entsprechend leicht und unkompliziert bedienen.

Die Überraschung liefert der Amarok dafür schon auf den ersten Metern auf der Strasse. Denn: Auch das Fahrgefühl ist überraschend nahe an dem eines normalen SUV für die Strasse. Die Federung ist zwar etwas straffer, vermittelt aber immer noch genügend Komfort, die Lenkung gibt sich präzise und der Motor äusserst souverän. Der 3-Liter-V6 mit 224 PS und 550 Nm Drehmoment passt äusserst gut zum gewichtigen Pick-up und sorgt für souveränen Vortrieb.

Das Fahrverhalten erstaunt umso mehr, als dass der Amarok unter dem Blech ein echtes Arbeitstier ist: Ein Leiterrahmen und Blattfedern an der Hinterachse stellen sicher, dass der Pick-up auch mit grossen Lasten von bis zu einer Tonne auf der Ladefläche oder Anhängern von bis zu 3,5 Tonnen zurechtkommt.

Vernünftiger Arbeiter

Der Testverbrauch von rund 9 l/100 km ist in Anbetracht dieser Möglichkeiten absolut vertretbar. Damit lässt das Topmodell für 53010 Franken (exkl. MwSt) kaum Wünsche offen. Nur eine kleine Kritik muss sich der Büezer gefallen lassen: Die lackierte Ladekante am Heck ist etwas kratzempfindlich; wer öfter transportiert, sollte hier nachrüsten, um dem Amarok keine Schrammen zu verpassen.