Skoda

Die wahre Grösse

Skoda Superb Combi

Skoda Superb Combi

Das Skoda-Flaggschiff Superb wurde dezent überarbeitet. Technisch nicht mehr ganz taufrisch bietet der Tscheche vor allem eines: Platz ohne Ende.

Eigentlich ist der Superb ja ein tolles Auto. Auch wenn der Wagen mittlerweile etwas in die Jahre gekommen ist. Denn technisch ist der neue Octavia der Tschechen deutlich moderner. Der Superb hat mit dem modularen Querbaukasten aus dem Hause Volkswagen - auf welchem fast alle neuen Modelle des gigantischen VW-Konzerns basieren - (noch) nichts am Hut. Dies wird erst bei der Neuauflage des Raum-Gleiters soweit sein. Die Bodengruppe des Superb basiert derzeit noch auf einer verlängerten Version des alten Octavia. Doch, dass ist alles andere als schlimm. Denn die Kernwerte der Marke verkörpert der lange Tscheche wohl wie kein zweites Auto von Skoda. Hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis, überschaubare Technik und viel, viel Platz im Innenraum. Natürlich, gerade klein ist der grosse Skoda nicht. 483 cm lang sind Kombi und Limousine. Dafür gibts innen Platz ohne Ende. Selbst wenn ein Fahrer mit 180 cm Körperlänge am Steuer sitzt hats im Fond noch Platz für die komplette chinesische Basketball-Nationalmannschaft. Wieso das so wichtig ist? Weil China für Skoda mittlerweile zum grössten Markt geworden ist. Wie gesagt, technisch gibt es modernere Modelle als den Superb. Aber das merkt man, ausser beim in Ehren ergrauten Navigationssystem, eigentlich nicht. 

Klar, kein verstellbares Fahrwerk, keine Eco-Tipps im Infodisplay dafür solide Technik. Und eine Modellvariante, die in der Schweiz besonders wichtig ist. Den Superb Combi gibt es nach wie vor mit Dieselmotor, Allradantrieb und Automatik (Sechsstufen-DSG). Egal ob als Kombi oder Limousine, mit oder ohne Allrad, der Skoda federt sehr angenehm.

Nein, Haken schlagen wie ein Karnickel im Frühlingsrausch kann er nicht der Tscheche. Aber er läuft tadellos geradeaus, filtert Unebenheiten souverän raus und verhält sich im Kurvengeschlängel nicht wie ein bockiger Esel. Und, er ist sehr sauber verarbeitet. Für den letzten Lebensabschnitt (der komplett neue Superb dürfte Ende 2015 auf den Markt kommen) haben die Mannen aus Mlada Bolselav die Schminkutensilien aus dem Schrank genommen. Front und Heck wurden dezent überarbeitet, was vor allem der Limousine richtig gut getan hat. Beim Kombi gibts jetzt eine einfachere Lösung, um die unterschiedlichen Heckklappenöffnungen zu realisieren. man nicht mehr Umschalten um die kleine oder grosse Klappe zu öffnen, Skoda hat einfach zwei Schalter montiert.  Und natürlich wurde die Motorenpalette angepasst. Vom 125 leistenden 1400er-Benziner mit 125 PS bis zum 3,6-L grossen V6 mit 260 PS ist das Motorenangebot sehr, sehr gross.

Zu den Topsellern gehört sicher der 2 Liter grosse Diesel mit 140 PS, der aus dem Superb einen ruhigen Gleiter macht. Sportliche Ambitionen sind dem TDI-Modell völlig fremd, schliesslich kämpfen die 140 PS und 320 Nm im Falle des 4x4 gegen ein Mindestgewicht von mindestens 1610 Kilogramm. Das andere Ende der Fahnenstange ist der V6-Benziner. Die 260 PS reichen aus, um auch auf der Autobahn in Deutschland nicht zu den Losern zu gehören. Der feine 1,8 Liter grosse Vierzylinder-Benziner mit 160 PS dürfte neben dem neuen 170-PS-Diesel aber die wohl sinnvollste Variante sein.

Ab Juli stehen die neuen Superb beim Händler. Die Preise sind, wie bei Skoda üblich, räsonabel. Los gehts mit dem 125 PS leistenden 1,4 TSI bereits bei 29'950 Franken (Kombi ab Fr. 31'250.-). Die Diesel mit 140 PS und Allrad starten bei 39'350 Franken.

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