Nissan X-Trail

Nun auch mit Zauberformel

Neu mit 4x4, Automatik und Dieselmotor.

Nissan X-Trail

Neu mit 4x4, Automatik und Dieselmotor.

Der Nissan X-Trail im Test: Nun ist er auch als Diesel mit Automatik und 4×4 zu haben.

Man darf es schon fast als Zauberformel für starke Verkaufszahlen in der Schweiz bezeichnen: ein SUV mit Dieselmotor, Allradantrieb und Automatikgetriebe. Das gab es zwar bislang alles schon beim Nissan X-Trail, aber eben nicht in dieser Kombination.

Nun haben die Japaner die Lücke geschlossen. Der 2-Liter-Diesel mit 177 PS gibt seine Kraft über ein stufenloses Automatikgetriebe an alle vier Räder weiter. Der Allradantrieb lässt sich auf Wunsch auch manuell zuschalten – oder, um Sprit zu sparen, auf reinen Frontantrieb umschalten.

Der 2-Liter-Diesel gefällt mit kräftigem Durchzug – bis zu 380 Nm – und wirkt damit im Alltag ausreichend kräftig. Nur etwas zivilisierter dürfte er zu Werke gehen. Vor allem nach dem Kaltstart wirkt er etwas rau, was Vibrationen und Klang betrifft.

Dafür kann das stufenlose CVT-Getriebe im Test für eine Überraschung sorgen. Sind solche Getriebe doch eigentlich bekannt dafür, dass sie zwar bei gemächlicher Fahrt guten Komfort bieten, beim Beschleunigen aber mit unangenehmem Aufheulen des Motors stören, kann der X-Trail hier mit diesen Vorurteilen gründlich aufräumen. Denn bei zügigerem Beschleunigen kreiert das Getriebe virtuelle Gangstufen und wirkt dadurch viel harmonischer und natürlicher. Im Alltag sind damit keine Nachteile gegenüber einem konventionellen Automatikgetriebe mehr zu spüren. Insgesamt wirkt der X-Trail in dieser Ausführung ausgewogen und stimmig. Das Fahrwerk ist eher straff ausgelegt, bietet aber genügend Restkomfort. Nur die Lenkung dürfte noch etwas leichtgängiger ausfallen, was das Fahren in der Stadt angenehmer gestalten würde. Auf jeden Fall punkten kann der Japaner beim Raumangebot. Die Rückbank lässt sich für mehr Freiheit verschieben, der Kofferraum fasst auf jeden Fall 550 Liter; bei umgeklappten Rücksitzen gar bis zu 1982 Liter. Ausserdem ist gegen einen Aufpreis von 750 bis 1000 Franken (je nach Ausstattungsniveau) eine dritte Sitzbank zu haben, die den X-Trail zum Siebensitzer macht. Für den Diesel mit Allrad und Automatik veranschlagt Nissan 6,9 l/100 km. Im Test waren es rund 8,5 Liter; hier dürfte sich der X-Trail etwas sparsamer zeigen.

Die neue Zauberformel kostet mindestens 41 220 Franken und bleibt auch mit voller Ausstattung knapp unter 50000 Franken. Dann sind unter anderem ein Glas-Schiebedach, Tempomat und eine praktische 360-Grad-Kamera mit an Bord. Diese stellt die Umgebung gut erkennbar dar und leistet sich nur einen kleinen Schönheitsfehler: Sie aktiviert sich automatisch beim Einlegen des Rückwärtsganges, muss aber per Knopf nochmals gestartet werden, wenn man beim Rangieren auch vorwärts fährt. Ein kleiner Makel; denn attraktiv ist der X-Trail mit Zauberformel allemal.

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