Fiat

Kleiner mit grosser Abenteuerlust

Fiat Panda Cross

Fiat Panda Cross

Kleinwagen, Allrad und Offroadoptik; das gibt es beim Panda 4x4 schon – wozu also ein Fiat Panda Cross?

Eines ist klar, wir mögen den neuen Panda von Fiat. Und wenn man ganz ehrlich ist – es sind solche Autos, die der Fiat-Konzern wirklich kann. Klein- und Kleinstwagen aus Italien waren immer gut – und sind es bis heute. Wenn heute ein Fiat Croma vor einem herfährt, fällt es nicht auf. Oder es ist schlicht egal. Fährt aber ein alter Panda 4×4 voraus, kommen Emotionen hoch. Allein schon deswegen, weil die kleinen Autos der Post in abgelegenen Gebieten wirklich wunderbare Dienste geleistet haben.

Kommt dazu, dass ein heutiger Panda 4×4 alles kann, was ein Kleinwagen heute können muss. Klein sein, damit er überall reinpasst, sparsam sein, damit nicht Mitte des Monats bereits das Ende des Budgets erreicht ist. Und wenn er dann noch Offroad kann, umso besser. Aber eben, das gibts ja schon alles beim aktuellen Panda. Und auch der hat uns damals bei der Fahrvorstellung gefallen. Nun kommen die Turiner mit dem Cross-Modell. Auch ein Panda, auch ein 4×4 – wozu also die Variante? Vielleicht, weil es tatsächlich Hardcore-Offroader gibt, die sich mit einem Panda ins harte Gelände wagen. Leute, welche die Bergabfahrhilfe und das spezielle Offroad-Fahrprogramm – beides nur im Panda Cross erhältlich – wirklich brauchen.

Es mag solche Kunden geben. Aber die Mehrzahl der Kunden werden andere Leute sein. Politisch korrekt SUV-Fahren könnte man das nennen. Dabei kann der Cross mehr als so manches SUV, zumindest abseits befestigter Wege. Ja, wir waren im Gelände mit dem gelben Bärchen. Wir waren nicht erstaunt, wie leistungsfähig der Panda dort ist. Aber wir waren sehr erfreut. Erfreut zumindest, wenn der 1300er-Diesel unter der Haube steckt. Klar, der Viersitzer ist nicht überaus schnell oder spurtstark. Wie auch bei maximal 90 PS.

Aber es reicht in der Stadt alleweil, im Gelände braucht man eh keine Leistung, und auf die Autobahn – da gehört der Panda nicht hin. Klar kann man auch auf der Autobahn fahren, doch bei Tempo 130 auf den Autostrade in Italien bleiben dann doch sehr, sehr wenig Reserven – und viel Verbrauch. Also lieber auf den Hauptstrassen bleiben, ab und zu einen Abstecher in die Pampa und sich an der Vielseitigkeit erfreuen. Eine Vielseitigkeit, die sich Fiat aber ganz schön teuer bezahlen lässt. Satte 1100 Franken beträgt der Aufpreis für den Panda Cross gegenüber der normalen 4×4-Variante. Das ist auf den ersten Blick nicht viel, aber so kommt ein Basis-Cross-Panda schon fast auf einen Mindestpreis von 25’000 Franken – und das ist dann schon viel. Doch hier nutzt Fiat seine Sonderstellung aus. In diesem Fahrzeugsegment ist der Allradantrieb nahezu ausgestorben. Während man früher von fast jedem japanischen Hersteller einen kleinen 4×4 bekam, ist das Angebot heute sehr, sehr mager. Schlechte Kunde für alle, die im Winter einen 4×4 brauchen, um nach Hause zu kommen.

Und das sind nicht nur Bergler, auch im Emmental oder Zürcher Oberland gibt es durchaus Gebiete, in denen Menschen wohnen, die ohne Allrad regelmässig die Schneeketten aufziehen müssten. Der Panda Cross ist ein Kleinwagen, und wie eingangs erwähnt, hat man bei Fiat nicht verlernt, Kleinwagen zu bauen. Also ist der Cross einfach ein guter Kleinwagen. Und erst noch einer, der rechtzeitig zur Wintersaison (lieferbar ab Mitte Oktober) zu den Händlern kommt.

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