Die 2012 eingeführte dritte Generation der A-Klasse war ein durchschlagender Erfolg für Mercedes. Das Image der Marke wurde tüchtig verjüngt, was neue Käuferschichten zum Stern lockte. Allein in der Schweiz verkauften die Schwaben rund 17 000 Stück; 2017, im letzten Jahr vor dem Modellwechsel, resultierte mit 3537 Verkäufen sogar ein Rekord für die A-Klasse. Nun steht also der Modellwechsel an. Nach sechs Jahren wird der kleinste Stern komplett neu aufgelegt. Die Grundrichtung bleibt erhalten. Die AKlasse bleibt jugendlich und sportlich, sogar noch deutlicher als bisher. Die Front wirkt nun imposanter, weil die A-Klasse durch die zugekniffenen Scheinwerfer-Augen deutlich entschlossner auf die Strasse blickt. Damit orientiert sich die A-Klasse klar am jüngst gestarteten neuen CLS. Am Heck fallen die neuen Rundungen, vor allem im Bereich der Rückleuchten, auf. Insgesamt ist die neue A-Klasse aber eher eine Evolution als eine Revolution. Eine Evolution, die technisch auf jeden Fall ihre Berechtigung hat. Der Neue steht nämlich deutlich besser im Wind; Mercedes spricht von einem cW-Wert von 0,25, ein Bestwert im Segment.

Grösser und intelligenter

Nicht nur in Sachen Aerodynamik, sondern auch beim Platzangebot hat sich die A-Klasse verbessert. Vor allem auf den Rücksitzen und im Kofferraum ging es bislang eher eng zu und her. Dank längerem Radstand wirkt die neue Generation nicht nur optisch grosszügiger, sondern bietet auch mehr Schulter- und Kopffreiheit und 29 Liter mehr Platz im Kofferraum – er fasst nun 390 Liter. Der Ladeboden ist 11,5 Zentimeter länger, die Ladekante 20 Zentimeter breiter, sodass das Beladen leichter fällt. Viel getan hat sich auch bei der Technik. Hier profitiert die neue A-Klasse von ihren Geschwistern in höheren Fahrzeugklasse, wo viele neue Assistenzfunktionen herkommen. So sind zum Beispiel LED-Leuchten mit Matrix-Funktion, ein adaptiver Tempomat mit Geschwindigkeits-Limit-Assistent oder ein Lenkassistent erhältlich. Im Zentrum der technischen Neuerungen soll das neue Infotainmentsystem stehen, dass Mercedes «MBUX» nennt. Die neue «Mercedes Benz User Experience» soll den Fahrer in den Fokus der digitalen Möglichkeiten rücken und ihn wo immer möglich unterstützen. Auf zwei grossen Displays, wie sie beispielsweise schon in der grösseren E-Klasse verbaut werden, bietet das System zahlreiche Online-Funktionen. Es soll die Gewohnheiten des Fahrers lernen und auch auf Sprachbefehle hören. Mit dem Ausspruch «Hey Mercedes» kann die Spracheingabe jederzeit ohne Knopfdruck gestartet werden. Eine Funktion, wie man sie bisher nur von Smartphones kennt. Ein wichtiger Schritt, denn schliesslich soll die A-Klasse auch künftig junge Kunden zur Marke bringen. Und die erwarten von ihrem Auto, dass es sich so kinderleicht wie ihr Smartphone bedienen lässt – und genauso intelligent ist. Auf die Strasse kommt die neue AKlasse im Frühling 2018. Zunächst stehen zwei Benziner mit 163 oder 224 PS oder ein Diesel mit 116 PS zur Wahl; der Basisbenziner kommt wahlweise mit 6-Gang-Handschaltung, die übrigen Modelle schalten automatisch per Doppelkupplung durch sieben Gänge.