Herzstück

10 Vorhaben, die die Quarantäne erträglich machen

Symbolbild

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Leg einen Notvorrat an Freundlichkeiten an. Bring Überraschendes in die sterilen Beziehungen:

1) Ruf jemanden an, der nicht damit rechnet. Jemand, von dem du ahnst, dass er/sie alleine ist. Frag, wie es geht. Hör zu.

2) Schreib einen Brief. Von Hand. Hast du noch eine Füllfeder? Schreib langsam, finde deinen Schwung. Suche aussergewöhnliche Wörter. Erfinde Wortkombinationen.

3) Mach etwas, das dir guttut: Lies ein Buch. Hier ein paar Bücher, die mir viele neue Gedanken geschenkt haben. Susanne Niemeyer: «Herr Wohllieb sucht das Paradies.» Eigentlich alles von Susanne Niemeyer. Trevor Noah: «Farbenblind» oder James Rebanks: «Mein Leben als Schäfer.»

4) Schau dir eine Doku an. Sieh die Welt mit neuen Augen an. Arte, 3Sat, aber auch SRF haben ausgezeichnete Videotheken. Tipps: «Geschichte: Das Jahr 1979», «Anthropozän – das Zeitalter des Menschen» oder «Netz Natur - Pflanzen wie Menschen».

5) Hast du noch Fotos, die du nie eingeklebt (oder digitale aus den letzten Jahren, die du nie ausgedruckt) hast? Findest du eine Erinnerung an ein Erlebnis mit jemand anderem? Scann es ein und verschick es. Oder noch besser: Schreib einen Brief dazu (siehe 2).

6) Stell einem Nachbarn zu Hause oder im Büro eine Blume vor die Tür. Mit einer Postkarte, auf der nur ein Wort steht. «Mut», «Freude» oder «Frühling». Lade Menschen ein, dir ebenfalls einen Wunsch zu hinterlassen. Lege Kulis und Schreibkarten bereit. Eine Wunsch-Tausch-Station.

7) Lege fünf Dinge, die dir selbst gefallen, aber die du schon länger nicht mehr gebraucht oder angesehen hast, in eine Schachtel vor deine Türe. Schreibe nicht nur «gratis» auf die Schachtel. «Wenn es Ihnen Freude macht, nehmen Sie etwas mit!»

8) Für den Tag: Male Schmetterlinge und Vögel und hänge sie ins Fenster. Oder wenn du wie ich kreativ nicht so begabt bist, schneide sie aus Magazinen und nie wirklich benutzten Büchern.
Für die Nacht: Die Weihnachtslichterkette nochmals aus dem Keller holen. Glühwürmchen für Menschen, die zu Hause aus dem Fenster schauen.

9) Suche drei Musikstücke, die an einem Punkt deines Lebens eine grosse Bedeutung für dich hatten. Leg dich hin und lausche ihnen mit geschlossenen Augen. Wer und was kommt dir dabei in den Sinn? Welche Bilder tauchen in dir auf? Mit wem möchtest du gerne darüber reden?

10) Sei heiter und mach unbekümmert weiter. Schreib ein Tagebuch, nur für dich. Was hast du gefühlt und gedacht, als du die Blume hingestellt hast? Ändert es etwas, wenn du jemandem einen Brief schreibst oder dreht sich immer noch alles um dich und deine Sorgen? Wer hat dir heute eine völlig unerwartete Freundlichkeit geschenkt? Wofür bist du heute dankbar? Wem schickst du eine virenfreie Umarmung?

Sei behütet!

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