Hunger-Katastrophe
100 000 Franken für Hunger-Opfer in Ostafrika

Die Baselbieter Regierung hat am Dienstag 100 000 Franken zugunsten der Opfer der Hunger-Katastrophe in Ostafrika bewilligt. Die Mittel werden dem Swisslos-Fonds entnommen und dem Schweizerischen Roten Kreuz (SRK) zur Verfügung gestellt.

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Warum ein Teil der Menschheit verhungert
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Liberia Der Nahrungsmittelindex der FAO verzeichnete zwischen 2006 und 2008 eine 71 prozentige Preissteigerung bei den essentiellen Lebensmitteln.
Haiti Durch den Anstieg der Spekulation mit Terminverträgen, werden Nahrungsmittel immer mehr von einem Nutzwert zu einer Geldanlage, kritisieren Beobachter.
Honduras Die Preise werden immer stärker vom Finanzmarkt beeinflusst, nicht mehr von den Bedürfnissen der Menschen, Bauern und Unternehmen.
Ruanda Der aktuelle Preisanstieg erklärt sich zunächst durch die Ernteausfälle in Russland, Australien und anderen Erzeugerländern.
Malawi «115 Millionen Menschen fielen auf einen Schlag extremer Armut zum Opfer», bilanzierte die Welternährungsorganisation (FAO) 2008.
Äthiopien Nur gerade drei Jahre sind vergangen, als es kurz vor dem Ausbruch der Weltwirtschaftskrise zur globalen Nahrungsmittelkrise kam.
Kenya Die Anzahl der von Hunger betroffenen Menschen nähert sich einer Milliarde.
Niger Wie immer trifft es die Ärmsten der Armen.

Warum ein Teil der Menschheit verhungert

Keystone

Das SRK verstärke angesichts der humanitären Tragödie in Ostafrika seine Nothilfe, heisst es in einer Regierungsmitteilung. Die Bevölkerung werde mit Nahrungsmitteln und medizinischem Material versorgt; zudem würden Wasserversorgungsprojekte realisiert.

In Ostafrika herrscht die schlimmste Dürre seit 60 Jahren. Nach Schätzungen der UNO leiden mehr als zehn Millionen Menschen, darunter zwei Millionen Kinder, unter dem Ausbleiben der Regenfälle. Flüchtlingslager seien hoffnungslos überfüllt und die Verhältnisse prekär.

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