Sobald die Temperaturen steigen und Niederschläge fallen, sind die Bedingungen für einheimische Amphibien ideal, um nachts von ihren Winterquartieren zu den Laichgewässern zu ziehen. Doch die Laichzeit birgt für die geschützten Tiere auch viele Gefahren.

Laut Pro Natura Baselland wurden bereits zahlreiche Vorkehrungen getroffen, die den Amphibien in dieser Zeit den bestmöglichen Schutz bieten sollen: Unterführungen wurden geputzt, Zäune aufgestellt, die Dolen bei den Zugstellen sind grösstenteils amphibiensicher gemacht worden, Blinklichter und Warntafeln stehen bereit, und viele Amphibienfreunde sind parat, den Fröschen, Molchen, Kröten und Salamandern sicher über die Strasse zu helfen.

«Noch sind erst einzelne Tiere unterwegs, aber sie könnten jeden Abend kommen. Es sollte feucht und nicht zu kalt sein», berichtet Bethli Stöckli, Leiterin der Amphibiengruppe Pro Natura Baselland.

Die grösste Gefahr, denen die Amphibien auf ihren Wanderungen begegnen, ist der Strassenverkehr. Damit die Laichzeit der Tiere erfolgreich ablaufen kann, braucht es rücksichtsvolle Fahrer. Die entsprechenden Zugstellen sollten diese langsam passieren, oder im besten Fall die Stellen meiden und einen Umweg machen.

Hotspots im Baselbiet

Im Kanton Baselland gibt es zahlreiche problematische Amphibienzugstellen. Dennoch lassen sich einzelne besonders gefährliche Passagen ausmachen. Laut Stöckli gilt bei folgenden Strassenabschnitten besonders grosse Achtsamkeit:

  • Allschwil/Schönenbuch
  • Lausen/Ramlinsburg
  • Tecknau/Wenslingen
  • Eptingen
  • Rümlingen/Wittinsburg

Neben dem Verkehr sind auch Strassen- und Lichtschächte tödliche Gefahren für die Amphibien. Wenn die Tiere in die Schächte fallen, können sie ohne Hilfe nicht mehr entkommen. Mittlerweile wurde ein neues System aus Plastik entwickelt, welches in Dolen eingesetzt werden kann. Die Tiere haben damit die Möglichkeit, eigenständig herauszuklettern. Laut Stöckli wurden bis jetzt jedoch nur wenige Dolen damit ausgestattet, um das System zu testen.