Affäre Lachappelle
Die Rotarier können aufatmen

Der Antrag, den ehemaligen Banker Guy Lachappelle und seine Ex-Freundin aus dem Serviceclub auszuschliessen, war gestellt. Nun hat sich die Angelegenheit erledigt.

Christian Mensch
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Die Schlüsselzunft, Treffpunkt des Rotary Club Basel, Chapter 1239.

Die Schlüsselzunft, Treffpunkt des Rotary Club Basel, Chapter 1239.

Juri Junkov / BLZ

Der Antrag für ein doppeltes Ausschlussverfahren war gestellt: Der Rotary Club Basel solle seinen Mitgliedern Guy Lachappelle und dessen Ex-Freundin den Rücktritt nahelegen oder sie aus dem Serviceclub ausschliessen. Ihr Verhalten würde nicht den hohen moralischen Ansprüchen der Rotarier genügen.

Das Begehren, über das diese Zeitung berichtet hat, führte unter den Rotariern zu einer erheblichen Unruhe. Es wäre das erste bekannte Ausschlussverfahren beim 1925 gegründeten Chapter 1239, dem zahlreiche namhafte Basler Persönlichkeiten beiderlei Geschlechts angehören.

Doch der Kelch geht nun am Vorstand vorbei, der das Prozedere hätte an die Hand nehmen müssen: Beide Akteure haben den Rücktritt eingereicht. Dies bestätigen mehrere unabhängige Quellen. Die Präsidentin Agnes Dormann erklärt: «Dazu gebe ich keinen Kommentar ab – das ist eine private Angelegenheit der Mitglieder und unseres Vereins.»

Dem Banker Lachappelle wurde im Antrag vorgeworfen, er habe als «Götti» die Frau in den Club gebracht, ohne das Verhältnis offenzulegen. Dabei gilt als Devise, dass nur ein Partner aus einer Beziehung Mitglied eines Chapters sein kann. Ihr wiederum wurde vorgeworfen, dass sie die Rotarier nach dem Abbruch der Beziehung für ihre persönlichen Interessen genutzt habe.

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