Aesch

An den Waldtagen in Aesch wird einem der Wald näher gebracht

Der Baumstamm gegenüber dem Aescher Lörenacker markiert den Startschuss für die Waldtage.

Der Baumstamm gegenüber dem Aescher Lörenacker markiert den Startschuss für die Waldtage.

Bis zu 30 000 Besucher werden erwartet an den sechsten «Waldtagen» im Gemeindewald gegenüber dem Sportplatz Lörenacker in Aesch. Diese Veranstaltung beginnt am 8. September dauert vier Tage.

Majestätisch fliegt der Super Puma über die Wälder des Forstreviers Angenstein, um im Werkhof einen zwölf Meter langen Baumstamm abzuholen. Der Pilot hat seinen Helikopter im Griff, nach wenigen Minuten steckt der Baumstamm im bereits vorbereiteten Loch am Strassenrand.

Jeder Tag ein Buchstabe herausgesägt

Es ist dies der offizielle Kickoff für die Waldtage im Gemeindewald gegenüber dem Sportplatz Lörenacker in Aesch. Ein Countdown soll die letzten Tage bis zum Startschuss begleiten. «Jeden Tag wird aus dem Stamm ein Buchstabe herausgesägt, bis am Ende der Schriftzug ‹Waldtage› am Strassenrand steht und alle Passanten auf das bevorstehende Ereignis aufmerksam macht», erklärt OK-Präsident und Revierförster Christian Becker.

Neben dem Rundgang im Wald steht auf dem grossen Feld neben dem Sportplatz eine Festanlage mit Zelt, Ausstellungen und Vorführungen. Diese sollen den Besucherinnen und Besuchern nach dem lehrreichen Gang durch die 31 Posten einen heiteren Tag bescheren. Dies zeigt deutlich, dass 20 Jahre nach den ersten Waldtagen in Zunzgen nicht mehr viel übrig ist vom beschaulichen Kleinanlass, an dem ein Förster zur Darbietung einen Baum fällte.

220 Helferinnen und Helfer machen mit

Dank der Unterstützung potenter Sponsoren und des Engagements von 220 Helferinnen und Helfern entsteht im Wald von Christian Becker eine Welt, die für immer mehr Kinder und auch Erwachsenen ein unbekanntes Territorium darstellt. Dies wolle man mit den Waldtagen ändern, sagt der Revierförster. «Heute sind die Leute je länger je mehr weg von der Natur. Es bereitet uns immer mehr Mühe, den Leuten beizubringen, warum der Wald gepflegt werden muss und nicht einfach sich selber überlassen werden kann.» Die Waldtage seien ein wichtiges Instrument, um dies zu ändern und den Wald und dessen Aufgaben den Menschen wieder näherzubringen.

In diesem Jahr haben die Verantwortlichen vor allem die Kinder und Jugendlichen im Visier.

Kohlenmeiler ist ein Highlight

Auf den 31 Posten durchschreiten die Besucherinnen und Besucher die breite Palette des Waldes. In einem ersten Teil ist einiges über die eigentliche Forstnutzung zu erfahren. Verschiedene Forstberufe werden aufgezeigt und das Fällen von Bäumen mit Motorsägen und modernsten Maschinen praktisch erklärt.

In einer anschliessenden Energiestrasse sind alle Holzenergieformen, die heute auf dem Markt sind, zu finden. Beteiligt sind dabei die Energieunternehmen der Region. Gegen Ende wird die Wichtigkeit von Natur-, Holz- und Bodenschutz an detaillierten Anschauungen dargelegt. Aufgelockert wird das Wissenswerte immer wieder mit Spielposten wie der Hängebrücke oder der Seilbahn. Ein Highlight wird bestimmt der Kohlenmeiler von Doris Wicki. Sie ist die einzige Köhlerin der Schweiz. 35 Ster Buchenholz verwandelt sie zu zwei Tonnen Holzkohle, die gleich vor Ort gekauft und nach Auskühlung im Oktober abgeholt werden können.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1