Arbeitsrecht
Forderung von SP-Nationalrätin Sarah Wyss: Bundesrat lehnt sechs Wochen Ferien für Lehrlinge ab

Der Bundesrat ist gegen eine sechste Ferienwoche für Lernende bis zum 20. Altersjahr. Für Unternehmen würde die Attraktivität sinken, überhaupt eine Lehrstelle anzubieten.

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Lernende hätten sich über eine sechste Ferienwoche wohl gefreut. Für den Bundesrat überwiegen jedoch die Nachteile.

Lernende hätten sich über eine sechste Ferienwoche wohl gefreut. Für den Bundesrat überwiegen jedoch die Nachteile.

Keystone

Der Bundesrat will an fünf Wochen Ferien für Lernende bis zum 20. Altersjahr festhalten. Als Antwort auf eine Motion aus dem Nationalrat schreibt er, eine sechste Woche würde die Lehre im Vergleich zu anderen Ausbildungswegen zwar attraktiver machen. Für die Unternehmen würde sich das Kosten-Nutzen-Verhältnis aber verschlechtern.

Die Forderung nach einer sechsten Ferienwoche kam von SP-Nationalrätin Sarah Wyss (BS). Sie wies darauf hin, dass für Lernende der Arbeitstag meist nicht fertig ist, wenn sie abends den Lehrbetrieb verlassen. Zu Hause warteten meist Hausaufgaben und Prüfungsstoff. Zudem hätten einige grössere Firmen in der Schweiz bereits fünf zusätzliche Ferientage eingeführt.

Für den Bundesrat überwiegen die Nachteile jedoch klar. Unternehmen könnten die zusätzliche Woche beim Lohn ausgleichen, heisst es etwa in der Antwort des Bundesrats. Den zusätzliche Vorschlag der Nationalrätin Wyss, KMU finanziell von dieser Massnahme zu entlasten, sei «schwerfällig und kompliziert». So wäre unklar, wie die Beiträge und die zu unterstützenden Unternehmen bestimmt würden. (gb)

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