Kultur
Auch weiterhin Konzerte in der Martinskirche: Private Stiftung soll übernehmen

Die evangelisch-reformierte Kirche kann das Geld für die Modernisierung nicht aufbringen und diskutiert Ende Monat vor dem Kirchenparlament die Übernahme einer Stiftung.

Elodie Kolb
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Die Martinskirche soll auch weiterhin Konzerte anbieten können.

Die Martinskirche soll auch weiterhin Konzerte anbieten können.

Kenneth Nars

Die Zukunft der ältesten Konzertkirche in Basel soll gesichert werden, indem eine private Stiftung den Betrieb übernimmt. Dies teilt die Evangelisch-reformierte Kirche Basel-Stadt (ERK) am Donnerstag mit. Bereits im März kommunizierte das Initiativkomitee «Zukunft Martinskirche» um Anwalt Martin Hug das Vorhaben.

Eine Gruppe von zwanzig namhafter Personen hat sich unter dem Namen «Zukunft Martinskirche» versammelt, um mittels Stiftung die Kirche zu übernehmen. Wie die evangelisch-reformierte Kirche (ERK) am Donnerstag mitteilte, wird das Projekt Ende Monat vom Kirchenparlament diskutiert.

Gegenteilige Entwicklung zu vielen anderen Kirchen

Mit der Stiftung Martinskirche soll die Zukunft der ältesten Konzertkirche der Stadt gesichert werden. Initiant Martin Hug betont auf Anfrage: «Die Entwicklung der Martinskirche ist das genaue Gegenteil davon, was mit vielen anderen Kirchen geschieht.» Während beispielsweise die Pauluskirche umgenutzt wird, soll die Kirche unter Leitung der Stiftung als Konzertkirche weiterleben wie bisher, sagt der Anwalt. Die Kirche am Münsterberg wurde im 12. Jahrhundert gebaut und wird seit über 170 Jahren als Konzertkirche bespielt.

Als Eigentümerin sei die ERK bisher für den Betrieb der Kirche verantwortlich. Dies soll sich mit der Stiftung als Mieterin ändern, heisst es in der Mitteilung. Wenn die Synode zustimmt, wird die Stiftung gegründet. Diese solle auch die Mittel für eine Modernisierung der Infrastruktur bereitstellen, angefangen von der Sanierung der WC-Anlage bis allenfalls zum Ersatz der Orgel.

Laut Hug ist noch nicht entschieden, wer den Stiftungsrat bilden wird. Bis zur Übernahme des operativen Betriebs im Sommer 2022 solle der Stiftungsrat aus drei Personen bestehen, die sich aus dem Pool der Unterstützer von «Zukunft Martinskirche» rekrutieren.