Betreiber gesucht
Nach zehn Jahren gibt es Platz für zwei neue Buvetten am Rheinbord

Die Bewilligung der Dreirosen- und der Oetlinger-Buvette laufen endgültig aus. Die Betreiber müssen sich zurückziehen – oder sich erneut bewerben.

Elodie Kolb
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Die Dreirosen-Buvette wird ab Frühling 2022 entweder mit einem neuen Konzept oder von einem neuen Betreiber geführt.

Die Dreirosen-Buvette wird ab Frühling 2022 entweder mit einem neuen Konzept oder von einem neuen Betreiber geführt.

Juri Junkov / BLZ

Die frühlingshaften Temperaturen locken derzeit die Menschen aus dem Homeoffice ans Rheinufer. Auch die Buvetten möchten sich die lauen Temperaturen zu Nutze machen. Wie «Prime News» recherchierte, öffnete die St.-Louis-Buvette im St.Johann bereits am Dienstag. Auch die Rhyschänzli-Buvette bei der Kaserne gibt Vollgas und plant laut dem Onlineportal die Eröffnung am Freitag.

Sie seien «die Visitenkarte» von Basel, schreibt das Bau- und Verkehrsdepartement. Allein zwischen der Mittleren Brücke und der Dreirosenbrücke reihen sich vier der temporären Outdoor-Restaurants aneinander. Bei zweien läuft dieses Jahr die Bewilligung nach einer Dekade aus. Jetzt sucht das Tiefbauamt Nachfolger. Bis zum 16. April können interessierte Wirtinnen und Wirte, ob Interessensgemeinschaften, Unternehmen oder Einzelperson, ein Buvettekonzept einreichen, um die Oetlinger- oder die Dreirosen-Buvette ab voraussichtlich Frühjahr 2022 zu übernehmen.

Bisher noch keine Bewerbungen

Bewerbungen seien bisher noch keine beim Tiefbauamt eingetroffen, sagt Mediensprecher Daniel Hofer auf Anfrage. «Aber sie kommen erfahrungsgemäss immer erst ganz am Schluss der Frist.» Das liegt daran, dass das einzureichende Konzept detailliert ausgearbeitet sein muss. «In der Regel interessieren sich immer sehr viele Leute für die Ausschreibung, Bewerbungen gibt es schlussendlich deutlich weniger.» Er könne nur schwer einschätzen, wie viele Interessierte ein Konzept einreichen werden, er rechne aber mit 8 bis höchstens 20 Bewerbungen für beide Buvetten.

Die Befristung auf zehn Jahre begründet das Tiefbauamt damit, dass «so immer wieder Neues entstehen kann». Die Bewilligung für ein Buvettekonzept werde für fünf Jahre ausgestellt, danach könne eine Verlängerung für weitere fünf Jahre beantragt werden. Sowohl die Betreiber der Dreirosen- als auch die der Oetlinger-Buvette haben das vor fünf Jahren gemacht. Die Betreiber von beiden Buvetten waren am Dienstag nicht erreichbar.

Bisherige und Gastrogruppen haben keinen Vorteil

Beim Wettbewerb hätten die aktuellen Standbetreiber «vielleicht einen kleinen Startvorteil», weil sie die bereits zehnjährige Erfahrung aufweisen. «Aber sie werden gleich wie alle anderen Bewerber beurteilt», so Hofer. Ein neues Konzept müssten sie theoretisch nicht erarbeiten. «Was sie jetzt schon anbieten, ist bewährt, aber die Leute kennen es halt langsam auch.» Grössere Gastrogruppen in der Region hätten ebenfalls keinen Vorteil, so Hofer. «Wir wollen einfach keine Franchisen von Ketten wie ‹Starbucks› oder ‹Tibits› am Rheinufer in den Buvetten.»

Auch in der Breite eröffnet dieses Jahr eine neue Buvette: das Piccolo Cibo von Francesco Di Grazio. Quasi als Kleinformat seines Restaurants Cibo Mediterrano. Wie einige Buvetten auf der anderen Seite des Rheins früher zu eröffnen, plant Di Grazio allerdings nicht. Denn wegen der Pandemie habe sich auch der Aufbau der Buvette verzögert: «Wir hoffen, dass wir wie geplant am 16. April eröffnen können», so Di Grazio. Vorgesehen sei ein kleines mediterranes Angebot mit Antipasti, Panini und süssen Sachen. Er ist überzeugt: «Weniger ist manchmal mehr, wenn die Qualität stimmt.»