Basel
BAK Basel: Auch Präsident Werner Tschan hat seinen Rücktritt angekündigt

Nach den beiden unabhängigen Verwaltungsräten Aleksander Berentsen und Barbara Haering tritt nun auch Werner Tschan, Präsident des Wirtschaftsforschungs-Institut BAK, zurück. Dies geht aus dem Protokoll der Generalversammlung hervor.

Michael Heim
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Werner Tschan hat die Absicht, sein Amt am Wirtschaftsforschungsinstitut BAK Basel abzugeben.

Werner Tschan hat die Absicht, sein Amt am Wirtschaftsforschungsinstitut BAK Basel abzugeben.

Keystone

Diese Woche wurden beim Wirtschaftsforschungs-Institut BAK Basel die beiden unabhängigen Verwaltungsräte Aleksander Berentsen und Barbara Haering aus dem Handelsregister gelöscht.

Nun wird klar: Auch der amtierende Präsident Werner Tschan, in diesem Amt seit 2009, mag nicht mehr mit den aktuellen BAK-Eigentümern zusammenarbeiten.

An der Generalversammlung Ende April stellte Tschan sein Amt zur Verfügung, wie das Protokoll zeigt.

«Werner Tschan (gibt) bekannt, dass er BAK Basel als Präsident und Mitglied des Verwaltungsrats noch bis zur ordentlichen Generalversammlung 2014 zur Verfügung steht», heisst es unter Traktandum 6. An derselben GV hatten auch Haering und Berentsen ihre Demission angekündigt.

BAK-Hauptaktionär und Geschäftsführer Marc Bros de Puechredon beschwichtigt, es sei noch kein Entscheid gefallen.

Bis im Herbst laufe der Strategiefindungsprozess, in dem sich die BAK neu ausrichte. Es mache keinen Sinn zu kommunizieren. «Wir wollen jetzt arbeiten und uns nicht mit uns selber beschäftigen», so Bros de Puechredon.

Tschan jedoch bestätigt auf Nachfrage die Absicht, das Amt abzugeben. Er zeige sich aber flexibel, wenn es um den Termin der Übergabe gehe. «Sollte ein guter Nachfolger erst etwas später antreten können, bestehe ich sicher nicht auf einer Übergangslösung», so Tschan.

Die 1980 als Basler Arbeitsgruppe für Konjunkturforschung gegründete BAK ging zuletzt durch turbulente Zeiten. Im Mai 2012 löste Boris Zürcher Urs Müller als Geschäftsführer ab. Darauf kam es zu Richtungsstreitigkeiten; beziehungsweise «der Funke sprang nicht über», wie Bros de Puechredon es ausdrückt.

Tschan, Haering und Berentsen setzten sich offenbar zunächst erfolgreich für Zürcher ein. Doch dann setzten sich die Mehrheitsaktionäre um Bros de Puechredon durch, und Zürcher verliess das BAK Basel im Februar «per sofort».

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