Bilanz

Krankenversicherer Sympany machte 2017 deutlich mehr Gewinn

2017 stieg das Prämienvolumen gegenüber 2016 um 0,6 Prozent auf 1,008 Milliarden Franken. (Symbolbild)

2017 stieg das Prämienvolumen gegenüber 2016 um 0,6 Prozent auf 1,008 Milliarden Franken. (Symbolbild)

Der Krankenversicherer Sympany hat im vergangenen Jahr einen Gewinn von 76,0 (Vorjahr: 55,7) Millionen Franken erzielt. Davon gehen 21,3 (9,4) Millionen in einen Überschussfonds für Rückzahlungen. Das Prämienvolumen nahm dabei nur leicht zu.

2017 stieg das Prämienvolumen gegenüber 2016 um 0,6 Prozent auf 1,008 Milliarden Franken, wie der Versicherer mit Sitz in Basel vom Donnerstag mitteilte. Davon entfielen 756 (729) Millionen auf die obligatorische Grundversicherung. Der Schaden- und Leistungsaufwand sank leicht auf 865 (885) Millionen Franken.

Sowohl die Privat- als auch die Firmenkunden legten im vergangenen Jahr zu - bei den Firmenkunden bedeutet dies eine Trendwende. Privatkunden verzeichnete Sympany neu rund 253'000, darunter allein in der Grundversicherung netto rund 11'000 Neuzugänge. Das Eigenkapital per Jahresende wird auf 414 (359) Millionen beziffert.

9,4 Millionen retour

Als Schweizer Exklusivität und Premiere bezahlt Sympany seit 2016 Versicherten sowohl in der Zusatz- wie auch der Grundversicherung Überschüsse aus. 2017 profitierten 67 Prozent ihrer Versicherten von solchen Rückzahlungen, die sich zu 9,4 Millionen Franken summierten. 2018 werde eine ähnliche Grössenordnung erwartet, hiess es.

Solche Zahlungen verspricht Sympany, wenn die Behandlungskosten tiefer ausfallen als bei der Prämienfestsetzung erwartet. Legal ist das in der Grundversicherung seit 2016; für frühere Jahre hatte das Bundesgericht die Kasse zurückgepfiffen.

In der Grundversicherung fördert Sympany Managed-Care-Modelle weiter - seit 2018 auch mit virtueller Hausarztpraxis daheim. 2017 hätten sich über 4000 Versicherte für ein neues Modell mit medizinischer Beratung in einer angeschlossenen Apotheke entschieden. Und die Tochter Meconex habe in Richtung Firmen-Arbeitsmedizin expandiert.

Die Zahl der Mitarbeitenden sank im Jahresdurchschnitt um sechs Köpfe auf 483 Personen, respektive um 6 auf 430 Vollzeitstellen. Seit April 2017 neuer Sympany-CEO ist Michael Willer.

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