Lehrling des Jahres

Zwölf Auszubildende aus der Region kämpfen um Titel Lehrling des Jahres

72 Lernende aus den Kantonen Baselland und Basel-Stadt haben sich beworben. Zwölf blieben nach Einsicht der Bewerbungsunterlagen am Ende übrig. Diese massen sich gestern auf dem Dreispitzareal in einem Lehrlings-Contest.

Sieben Posten waren zu bewältigen. Alle mit unterschiedlichen Anforderungen. So war vor allem Vielseitigkeit gefragt. Am Ende werden alle Leistungen addiert und so die Königin oder der König der Allrounder gekürt. «Am Schluss kommt jene Person heraus, die es auch verdient», gab sich Projektleiter Reto Baumgartner vom Modus überzeugt.

Es ging also um Wissen, Leidenschaft, Kreativität, logisches Denken und Sozialkompetenz. Beim zweiten Posten konnten die Kandidaten alles reinstecken, was ihr Lehrberuf und die damit verbundene Leidenschaft hergeben. Wie die zwölf Kandidaten die Aufgabe umsetzten, unterstrich die Bereitschaft zur Leistung und vor allem auch zur Kreativität.

Arbeiten wie der eigene Chef

So simulierte die Tiermedizinische Praxisassistentin Nadja Heid einen Kaiserschnitt bei Plüschhündin Ayla. Die Prattlerin spielte alles detailgetreu durch, was sie als Assistentin ihrer Tierärztin machen und beachten muss. Um Ayla den Venenkatheter für das Narkosemittel stechen zu können, musste natürlich zuerst das Fell rasiert werden. Auch das Händedesinfizieren, der Narkoseschlauch oder das Hochbinden der Beine durften dabei nicht fehlen.

Die anderen Lernenden standen Nadja Heid in nichts nach. Der Basler Polydesigner 3D Alex Nyffeler zeigte fast showmässig seine ganze Kreativität, die er in der Visual Factory der Manor AG ausleben kann. Er sorge mit seinem Team dafür, dass der Kunde in den 70 Manor-Verkaufsstellen «unvergessliche Einkaufserlebnisse» erwarten kann.

Messerschmied Andreas Bärtschi aus dem Emmental, der in Basel seine Lehre absolviert, schliff gleich vor Ort am Abziehstein ein zuvor stumpfes Messer und beeindruckte so die beiden Berufsinspektoren Brigitta Spalinger und Gaetano Lentini.

Der 17-jährige Automatiker Syed Sami brachte gleich eine ganze Apparatur mit. Doch wie es so ist: Zu Hause funktionierte noch alles bestens, vor Ort wollte die Technik dann nicht mehr. Dafür zeigte er sich für seine Zukunft sehr ehrgeizig. «Ich möchte nach der Berufsmatur an die Fachhochschule und irgendwann in Richtung Umwelttechnik, die künftig noch sehr wichtig sein wird. Es sieht in meinem Lebenslauf sicherlich gut aus, wenn ich Lehrling des Jahres würde», begründete Syed Sami seine Teilnahme. Zudem reizte ihn das Preisgeld von 2013 Franken.

Teamfähigkeit beim Kochen

Eine Herausforderung wartete am dritten Posten. Eine Einkaufstasche musste gestaltet werden. Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt. Genau dort schienen die Schwierigkeiten versteckt. Beim Posten «Mensch und Umwelt» galt es, Fragen getreu dem Spiel «Wer wird Millionär?» zu beantworten.

Beim Posten «Strategie und Kniff» konnten je nach Komplexität Punkte erobert werden. Über alle Posten waren die Talente verteilt, sodass sich am Ende der Gesamtstärkste fair durchsetzt. Kommende Woche kann die Öffentlichkeit per Online-Voting ihren Favoriten wählen.

Während die eine Sechsergruppe am Vormittag die Posten durchlief, mussten die anderen Kandidaten das Mittagessen zubereiten. Sie hatten ein Budget von 250 Franken zur Verfügung. Bewertet wurden Qualität, ökologisches Denken und Teamfähigkeit. Am Nachmittag mussten die anderen sechs Lernenden den Apéro vorbereiten. Wenn eine Bewertung von Journalistenseite her interessiert: Es hat köstlich geschmeckt.

www.lehrlingdesjahres.ch

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