Nachdem das geplante vollautomatische Veloparking unter dem Badischen Bahnhof 2014 mit der Erlenmatt-Abstimmung den Bach ab geschickt wurde, liegen jetzt konkrete Pläne für ein neues Vorhaben vor. «Anstelle des ursprünglichen Projekts unter der Schalterhalle wird nun südlich des Bahnhofsgebäudes ein unterirdisches Veloparking mit einer direkten Verbindung zum 2014 neu eröffneten Perronzugang Süd (Riehener Tunnel) geplant», schreibt Daniel Hofer, Mediensprecher des Bau- und Verkehrsdepartements (BVD) Basel-Stadt, auf Anfrage der bz.

Standort Keller war schwierig

Die Überprüfung nach Ablehnung des Vorhabens Verkehrsdrehscheibe Badischer Bahnhof – Tram Erlenmatt und Vorplatz Badischer Bahnhof habe gezeigt, «dass der Standort im Keller des Bahnhofs wegen der notwendigen Erdbebenertüchtigung und der Zugänglichkeit unter den neuen Voraussetzungen nur schwer umsetzbar ist und unverhältnismässig teuer wäre».

Da der neue Standort nicht den räumlichen Einschränkungen des Bahnhofsgebäudes unterworfen sei, ist nun anstelle eines automatisierten Parkings ein konventionelles für zirka 1000 Velos vorgesehen. Die Kosten dafür einschliesslich der unterirdischen Erschliessung schätzt das BVD auf grob sechs bis acht Millionen Franken, allerdings mit einer Ungenauigkeit von plus minus 50 Prozent.

Gemäss dem Masterplan Velo vom Mai gibt es im Rahmen des Agglomerationsprogramms einen Bundesbeitrag von 1,59 Millionen Franken. Ausserdem ist ein Antrag auf Mittel aus dem Pendlerfonds vorgesehen. Er wird aus den Einnahmen der Pendler- und Besucherkarten aus der Parkraumbewirtschaftung gespeist. Das alte Vorhaben hätte 11,5 Millionen Franken gekostet. Wenn das Vorprojekt erarbeitet ist, wird die Regierung dem Grossen Rat einen Ratschlag für den Baukredit unterbreiten. Mit der Inbetriebnahme des Veloparkings rechnet das BVD für 2022/23.

200 neue Veloabstellplätze

Offizielle Veloabstellplätze gibt es am Badischen Bahnhof 560, früher waren es nur 360. Weil Veloabstellplätze und Autoparkings diesen Frühling effizienter angeordnet wurden, konnten über 200 geschaffen werden, «ohne dass dies zu einer Reduktion der Autoparkplätze führte», wie das BVD mitteilt.

Konkret wurden beim Gare du Nord 110 Abstellplätze, bei der Tramhaltestelle Badischer Bahnhof 24, auf der Seite von Syngenta 40 und in der Rosentalstrasse ebenfalls 40 geschaffen. «Mit dem zusätzlichen Angebot konnten wir die Situation entspannen, doch der Bedarf ist nach wie vor noch grösser als das Angebot», teilt Hofer mit.