St. Jakobshalle

105 Millionen Franken und die Hoffnung auf mehr Konzerte

Die St. Jakobshalle in Basel kann für mehr als 100 Millionen Franken saniert und modernisiert werden. Die Kapazität wird dabei von 9000 auf 12'000 Personen erhöht. Basel rückt damit für sportliche und kulturelle Grossevents in die Top-Liga auf.

Dass die 1975 eröffnete St. Jakobshalle nach 40 Betriebsjahren grundlegend saniert und technisch auf den neusten Stand gebracht werden muss, war am Mittwoch im Grossen Rat unbestritten. Der für das Projekt nötige Kredit von 105 Millionen Franken wurde mit 89 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung bewilligt.

Als besonderes Zückerchen wurde im Parlament die unerwartet hohe Kapazitätserweiterung hervorgehoben. Ursprünglich hatte man mit rund 1000 zusätzlichen Plätzen in der Haupthalle gerechnet. Künftig finden dort nun gar 3000 Menschen mehr Platz als bisher - und dies ohne bauliche Erweiterung des Gebäude, sondern etwa dank Verbesserungen beim Brandschutz und bei den Fluchtwegen.

Doppelnutzung wird verbessert

Die St. Jakobshalle weist künftig mit 12'000 Plätzen nur 1000 Plätze weniger auf als das Zürcher Hallenstadion und wird so zum direkten Konkurrenten der grössten Veranstaltungshalle der Schweiz. In Basel hofft man namentlich auf zusätzliche Konzerte für ein breites Publikum.

Die St. Jakobshalle werde aber trotz zusätzlicher Grossevents weiterhin defizitär sein, wurde im Grossen Rat betont. Denn die Halle wird auch in Zukunft dem Breitensport zur Verfügung stehen. Diese Doppelnutzung werde jedoch durch die Sanierung verbessert, indem vermehrt Veranstaltungen parallel möglich seien.

Die Sanierung der auf Boden von Münchenstein gelegenen Halle soll noch dieses Jahr in Angriff genommen und 2018 abgeschlossen werden. Wegen wichtiger Grossveranstaltungen wie dem Tennisturnier Swiss Indoors oder dem Pferdesportanlass CSI Basel werden die Arbeiten in drei Hauptetappen ausgeführt.

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