Die französischen Polizeibehörden machten am Freitag weitere Angaben zu dem am 18. Juni bekannt gewordenen Fall. Laut der Nachrichtenagentur AFP wurde dabei der Verkaufswert des Kokains an Dealer auf 10,4 Millionen Euro (12,5 Millionen Franken) geschätzt; bis zu den Endabnehmern wäre der Preis weiter angestiegen.

Bei den Festgenommenen handelt es sich um zehn Männer und drei Frauen aus Frankreich, Spanien, Grossbritannien, Italien, Albanien, der Ukraine, der Dominikanischen Republik und Kolumbien. Sie sind 20 bis 60 Jahre alt und waren der Polizei zuvor nicht bekannt. Vorgeworfen wird ihnen Drogeneinfuhr und bandenmässiger Schmuggel.

Die Drogen kamen ursprünglich asu Santo Domingo

Das Kokain war aus Santo Domingo über den Pariser Flughafen Roissy-Charles-de-Gaulle nach Basel-Mülhausen gelangt, von wo es an Unterabnehmer in ganz Europa gehen sollte. Die Schmuggler transportierten jeweils 20 bis 30 Kilo in Koffern; Mittelspersonen übernahmen diese im Umfeld des französisch-schweizerischen Flughafens.

Aufgedeckt wurde der Schmugglerring durch die interregionale Justizbehörde JIRS mit Sitz im lothringischen Nancy. Diese hatte aufgrund von Hinweisen im Juli 2010 Ermittlungen aufgenommen. Die insgesamt acht JIRS in Frankreich ermitteln in Fällen von organisiserter oder Schwerstkriminalität und komplexen Fällen.