Die Kälteanlagen im Eglisee sind in einem schlechten technischen Zustand. Die Betriebsbewilligung mit Ammoniak ist abgelaufen; derzeit läuft die veraltete Anlage provisorisch mit Glykol. Der sehr hohe Wasser- und Energiebedarf sowie die Anforderungen an die Betriebssicherheit erfordern laut Regierung eine Sanierung.

Gleichzeitig bietet sich die Chance, mit einer Traglufthalle ein gedecktes 50-Meter-Schwimmbecken für die kalte Jahreszeit zu realisieren - eine grosse Winterschwimmhalle ist ein altes, bisher unerfülltes Schwimmsportler-Anliegen. Betriebliche Synergien und die durch die Eisproduktion anfallende Abwärme sollen so genutzt werden.

In der Debatte verwies die grossrätliche Justiz-, Sicherheits- und Sportkommission (JSSK) auf Pläne zur Sanierung des Hallenbads Rialto. Dieses solle künftig mehr Familien zur Verfügung stehen. Die Eglisee-Ballonhalle hingegen sei aus räumlichen Gründen für das breite Publikum wohl weniger geeignet als für den Schwimmsport.

Offen fürs Volk

Die Eglisee-Sanierung an sich war unbestritten. Voten von rechts wie links äusserten indes leise Kritik, weil die Ballonschwimmhalle den Eisbetrieb künftig einschränke. Mehrere Stimmen warben überdies für den Erhalt der Kunsteisbahn Margarethen mit ihrer ebenfalls veralteten Eisanlage - jene Kunsti steht auf Baselbieter Boden.

Erziehungsdirektor Christoph Eymann erinnerte an den Energiebedarf für Eisbetrieb im Freien, der bei aktuellen Temperaturen enorm sei. Der Trend gehe deswegen in eine andere Richtung, in Hallen. Die Ballon-Schwimmhalle solle zeitweise auch dem breiten Publikum offen stehen.

Die SP beantragte, in einer Parlamentarischen Erklärung klärend festzuschreiben, dass das Ballonhallen-Becken im Winter nicht nur den Vereinen, sondern auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen soll, parallel zum Eisbetrieb. Das Becken soll durchgehend mindestens acht Stunden täglich öffentlich zugänglich sein. Diese Erklärung wurde mit 57 gegen 22 Stimmen unterstützt.