Im vergangenen Herbst ist erstmals ein Frachtschiff mit Überlänge durch Basel bis nach Rheinfelden gefahren. 135 Meter mass die «Helena», sie war damit zehn Meter länger als die bisher maximal erlaubten 125 Meter.

Nun hat das Bundesamt für Verkehr die Ausnahmeregel, die damals wegen der gesperrten Eisenbahnstrecke zwischen Basel und Karlsruhe eingeführt und auf Ende Oktober wieder entzogen wurde, ins Gesetz geschrieben. «Die Verordnung über die Geltung von rheinschifffahrtspolizeilichen Vorschriften auf der Rheinstrecke Basel-Rheinfelden ist seit dem 1. April 2018 in Kraft. Folglich sind neu Probefahrten für 125 bis 135 Meter lange Schiffe möglich», schreibt Jelena Dobric, Sprecherin der Schweizer Rheinhäfen auf Anfrage der bz.

Probefahrten sind dabei nur eine der Spezialauflagen, die für 135-Meter-Schiffe oberhalb der Mittleren Brücke gelten. Das Bundesamt für Verkehr schrieb schon vergangenen Herbst, dass die Fahrt durch die Stadt Basel «nautisch sehr anspruchsvoll» sei und deshalb zur Reduzierung der Gefahren strenge Auflagen festgelegt würden. Diese stehen nun in der entsprechenden Verordnung.

Demnach gehören unter anderem auch ein Lotse auf dem Schiff sowie spezielle Bestimmungen zur nötigen Wasserhöhe dazu. Des Weiteren dürfen die Fahrten nur bei Tag und guter Sicht durchgeführt werden und die eingesetzten Schiffe müssen über genügend Schubkraft verfügen, um rheinaufwärts eine Geschwindigkeit von sechs Kilometern pro Stunde zu erreichen.