Rheinschifffahrt
14,33 Prozent weniger Gesamtumschlag bei Schweizer Rheinhäfen

Schweizer Rheinhäfen haben im ersten Halbjahr 2013 14,33 Prozent weniger Umschlag verzeichnet. Grund ist, dass in der Vergleichsperiode des Vorjahres der Mineralölimport aussergewöhnlich hoch war. Zugenommen hat derweil der Containerverkehr.

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Während der Gesamtumschlag abgenommen hat, hat der Containerverkehr weiter zugelegt. (Archiv)

Während der Gesamtumschlag abgenommen hat, hat der Containerverkehr weiter zugelegt. (Archiv)

Keystone

3,2 Millionen Tonnen Güter wurden in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres in den Häfen in den beiden Basel umgeschlagen. Das sind 14,33 Prozent weniger als im ersten Semester 2012, wie die Schweizerischen Rheinhäfen am Montag mitteilten.

Das Ergebnis gehe fast ausschliesslich auf die flüssigen Treib- und Brennstoffe zurück, von denen mit 1,36 Millionen Tonnen fast 30 Prozent weniger importiert wurden als im ersten Semester des Vorjahres. Grund sei, dass damals teilweise beide Schweizer Raffinerien ausser Betrieb waren und dafür mehr importiert wurde.

Die Mineralöleinfuhren erfolgen hauptsächlich über den Rhein. Die Zusatzmengen fielen im laufenden Jahr nun weg, sodass sich aufgrund des Basiseffekts eine Umschlagseinbusse ergab. Verglichen mit dem ersten Halbjahr 2011 liegt die Menge aber höher. Deutlich gestiegen sind 2013 im übrigen die Schwerölexporte aus den Raffinerien.

Um fast 14 Prozent aufgut 170'000 Tonnen gestiegen sind im ersten Semester die Einfuhren von Landwirtschaftserzeugnissen. Mehr als halbiert auf über 32'000 Tonnen haben sich die Einfuhren fester Brennstoffe. Um gut 20 Prozent auf rund 341'000 Tonnen sind die Importe von Baustoffen, Eisen und Stahl gesunken, um 12,5 Prozent auf knapp 132'000 Tonnen zudem die Zellstoffimporte.

Containerumschlag nimmt weiter zu

Erfreulich entwickelt hat sich laut den Rheinhäfen derweil der Containerverkehr. Gegenüber der Vergleichsperiode 2012 nahm er erneut zu und zwar um 3,4 Prozent. Umgeschlagen wurden insgesamt 51'684 Kapazitätseinheiten. Dabei nahm der ankommende Verkehr um 12 Prozent zu, während der abgehende Verkehr um 5 Prozent zurückging.

Nimmt man nur die vollen Behälter, beträgt die Gesamtzunahme von 5,4 Prozent. Wegen der Unpaarigkeit von Ankunfts- und Abgangsverkehr und weil Container unter den Wettbewerbern nicht ausgetauscht werden, ist auch der Umschlag von Leerbehältern ein wichtiges Geschäft: Dieser verharrte im ersten Semester bei 19'230 Kapazitätseinheiten.