Es ist kein Dumpingangebot, aber es kann sich dennoch sehen lassen. Noch bis zum 6. März locken 14 mittel- bis hochpreisige Beizen im Südelsass Feinschmecker mit ihrem alljährlichen Angebot Regio Gourmet.

Es sieht zwei verschiedene Menüs vor: das silberne für 39 Euro beinhaltet eine Vorspeise, ein Hauptgericht, ein Dessert, zwei Gläser Wein, einen halben Liter Wasser und einen Café. Das goldene Menu für 57 Euro umfasst zusätzlich eine weitere Vorspeise und ein drittes Gleis Wein. Gegenüber dem Vorjahr sind die Preise leicht um zwei Euro (Silber) beziehungsweise drei Euro Gold) angehoben worden.

Sechs Restaurants bieten nur das silberne Menü, drei das goldene und fünf beide an. Auf der kleinen Broschüre, die man sich über das Internet herunterladen kann (Achtung, nach unten scrollen), steht bei jedem Restaurant ein Würfel mit der Farbe. Schade, dass Telefonnummern und E-Mailadresse erwähnt werden, aber bei vielen Beizen die Internetadresse fehlt. Die meisten haben eine – googeln lohnt sich.

Unbedingt reservieren

Die Aktion ist in der Schweiz beliebt. Aus diesem Grund auch haben sich die Beizer, wie schon letztes Jahr, zum Fototermin vor dem Basler Rathaus eingefunden. Wer eines der Menüs von Regio Gourmet essen will, muss einen Tisch reservieren und dies bei der Anmeldung sagen. Am 14. Februar, dem Valentinstag, findet die Aktion nicht statt. Da Regio Gourmet dieses Jahr seinen 25. Geburtstag feiert, gibt es unter den Gästen eine Verlosung mit attraktiven Preisen, die an einem Extra-Anlass verliehen werden. Der erste Preis ist zum Beispiel ein Aufenthalt in einer luxuriösen Wellness-Anlage in den Vogesen, nordwestlich von Colmar.

Patrick Forster, Eigentümer des Restaurants Au Cheval Blanc in Hésingue, der als Präsident der südelsässischen Beizer und Hoteliers l’Union des Béziers de l’industrie hôtelière Saint-Louis/Huningue auch für Regio Gourmet zuständig ist, bietet mit dem silbernen Menü als Vorspeise eine besondere Tarte flambée an. Die Hauptspeise ist Fisch, derzeit voraussichtlich Kabeljau. In vier der 14 Restaurants, darunter auch der erwähnte Cheval Blanc, haben die Köche vom französischen Staat das Label «Maître Restaurateur» erhalten.

Bedingung dafür ist, vor allem frische Produkte mit kurzen Lieferwegen zu benutzen. Die Auszeichnung wird alle vier Jahre vom Präfekten überprüft. Inhaber sind ausserdem die Köche vom Lion d'Or in Rosenau, Les Ecluses in Kembs-Loechlé und Le Gaulois in Bartenheim.

Seit der vierten Generation

Manche Beiz wie der Lion Rouge in Bartenheim besteht schon seit 1910. Es wird von der Familie Koenig in der vierten Generation geführt. Das gleiche gilt für den Lion d'Or in Rosenau von Théo Baumlin. Andere Restaurants wie die Auberge d'Alsace in Bartenheim oder Le Bouquet Garni sind wie die Beiz von Patrick Forster in schönen elsässischen Fachwerkhäusern untergebracht. In anderen Restaurants sieht man die Balkenkonstruktionen noch von innen.

Manche, aber nicht alle Beizen, sind von der Schifflände mit den Buslinien 3 und 4 vom Distribus mit dem öV zu erreichen.

www.regiogourmet.com

www.distribus.com