Rheinschifffahrt
1400 Baselworld-Gäste schlafen auf dem Rhein mit Blick aufs Wasser

Pünktlich zur Baselworld wurde die umgebaute Anlegestelle beim St.-Johann-Terminal eröffnet. Dort werden zwei von sieben Hotelschiffen stationiert sein. Rund ein Fünftel aller Gäste der Uhrenmesse schlafen auf dem Rhein.

Eva Wieser
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Der Steiger St. Johann 1 wurde für 2,4 Millionen Franken umgebaut.EWI

Der Steiger St. Johann 1 wurde für 2,4 Millionen Franken umgebaut.EWI

Eva Wiesner

Erstaunlich: Während der Baselworld schlafen rund ein Fünftel der Hotelgäste über fliessendem Wasser. Sieben Schiffe mit durchschnittlich 200 Betten legen am Dienstagmorgen am Rheinufer an. Wenn am Donnerstag der grosse Run auf die Hotelzimmer beginnt, beziehen zirka 1400 Gäste eine Kabine mit Blick auf den Rhein.

Weitere 1000 Besucher der Uhren- und Schmuckmesse sind an Land bei privaten Anbietern untergebracht oder nutzen die Angebote von «Bed and Breakfasts». Zusätzlich sind 150 Betten in Zivilschutzanlagen belegt. «Die Stadt ist voll»: Eine Aussage, die der Direktor von Basel Tourismus Daniel Egloff wohl jedes Jahr kurz vor der Eröffnung der Baselworld wiederholt. Nicht nur die Stadt, auch der Rhein ist voll.

Die Schweizerischen Rheinhäfen sind dieses Jahr besonders gut für die Hochsaison der Schiffshotellerie gewappnet. So wurde gestern die für 2,4 Millionen Franken umgebaute Anlegestelle beim St.-Johann-Terminal eröffnet. «Der neue Steiger entspricht den internationalen Standards», erklärt Hans-Peter Hadorn, Direktor der Schweizerischen Rheinhäfen.

Die Anlegestelle wurde um 45 Meter rheinaufwärts verschoben, was ermöglicht, dass nun auch 135 Meter lange Schiffe anlegen können. Der Steiger ist unter anderem mit modernsten Stromanschlüssen ausgestattet. «In den letzten 6 bis 7 Jahren hat sich die Frequenz der Kreuzfahrten auf dem Rhein mehr als verdoppelt», weiss Hadorn. Da sei es besonders wichtig, die Qualitätsansprüche zu erfüllen.

Diese Modernisierung des Steigers freut Daniel Egloff: «Weltweit sind Kreuzfahrten die am stärksten boomende Tourismus-Branche.» Dass sich Basel daran beteiligen könne, sei gegenüber anderen Schweizer Städten ein grosser Vorteil. Denn in Basel ist für die Kreuzfahrtschiffe Endstation: Unter der Mittleren Brücke gibt es kein Durchkommen.

Die sieben Schiffe legen zwischen Schifflände und Klybeckquai an – für die Messebesucher sind das zentrale Standorte. Für rund 8000 Baselworld-Gäste bietet Basel Platz. Die restlichen Besucher übernachten zwischen Colmar, Freiburg im Breisgau, Zürich, Bern oder Luzern.