Basel
17 Millionen für neues Krematorium – bis 2017 soll es fertig sein

Das in die Jahre gekommene Krematorium auf dem Friedhof Hörnli soll bis 2017 durch einen Neubau ersetzt werden. Für das Projekt, das auch den Umweltvorgaben entspricht, beantragt die Regierung dem Grossen Rat einen Kredit von 17 Millionen Franken.

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Gipsmodell der Anlage und des Neubaus.
14 Bilder
Musterelement des Neubaus am zukünftigen Bauplatz.
Bis in die achziger Jahre war eine schwarze Rauchwolke normal.
Die Rauchgasanlage.
Die Rauchgasanlage.
Sammlung des Nichtbrennbaren: Gelenke, Sargbeigaben, Figuren, Zahn- und andere Protesen.
Schadhafte Schamottsteine müssen ausgestauscht werden.
Hier werden die sterblichen Überreste, also die Asche, entnommen.
Hier werden die sterblichen Überreste, also die Asche, entnommen.
Rollwagen mit Ascheschubladen.
Die Ofenzentrale des Krematoriums.
Eine Palette mit neuen Holzurnen.
Krematorium beim Friedhof Hörnli wird neu gebaut
Sargdeckel vor den Aufbahrungsräumen.

Gipsmodell der Anlage und des Neubaus.

Martin Töngi

Das bestehende Krematorium steht seit 1984 ohne Unterbruch in Betrieb. Die Anlage habe nun das Ende ihrer technischen Lebensdauer erreicht, teilte die Regierung am Dienstag mit. Immer wieder komme es zu Unterbrüchen, und die Grenzwerte der Luftreinhalteverordnung würden teilweise überschritten.

Aufgefangen werden sollen mit der neuen Anlage auch die Kapazitätsengpässe, die sich für das Krematorium auf dem Friedhof Hörnli abzeichnen. Eingeäschert werden dort derzeit pro Jahr rund 4300 Särge aus dem Kanton Basel-Stadt, dem unteren Baselbiet sowie aus den angrenzenden Gebieten der Kantone Solothurn und Aargau.

Verbrannt werden im Krematorium zudem rund 15 Tonnen Organe und Körperteile, die Patienten in den umliegenden Nordwestschweizer Spitälern entnommen wurden. In der neuen Anlage werden drei Öfen betrieben werden – in der alten Anlage waren es noch deren vier. Die Kapazitätssteigerung ergibt sich durch den zuverlässigeren Betrieb im neuen Krematorium.

Das aus einem Wettbewerb hervorgegangene Neubauprojekt nimmt gemäss der Mitteilung die Themen Sterben, Tod und Trauer architektonisch auf. Anders als im bestehenden können die Angehörigen im neuen Krematorium an der Feuerbestattung teilnehmen.