Seit 2008 hat das St. Johannsquartier einen eigenen Wochenmarkt. Als Pilotprojekt von der Christoph-Merian-Stiftung gefördert, «harzt» es ein wenig, wie OK-Präsident Beat Aellen sagt. Das hat unter anderem damit zu tun, dass der jeweils am Samstag stattfindende Wochenmarkt in seiner noch jungen Geschichte wegen diverser Baustellen bereits zweimal den Standort wechseln musste. Dennoch schauen die Organisatoren optimistisch in die Zukunft. «Der jetzige Ort beim Bahnhof St. Johann ist gut und mit dem Biermarkt haben wir einen echten Hit gelandet», sagt Aellen.

17 lokale Brauereien

Tatsächlich scheinen die Marktorganisatoren vor zwei Jahren genau auf die richtige Karte gesetzt zu haben, als sie den lokalen Brauereien zum ersten Mal eine Bühne geboten haben. «Wir wurden schon bei der ersten Austragung überrannt – und auch in diesem Jahr erwarten wir 2000 bis 3000 Bierliebhaber.» 17 lokale Brauereien schenken ihre Spezialitätenbiere aus, dazu kommen erstmals zwei Gastbrauereien: Das Braukollektiv aus Freiburg und die Brauerei Nubia aus dem zürcherischen Glattpark. «Auf das Nubia-Bier mit dem Zebra auf der Etikette freue ich mich besonders, es wird von einem Brauer aus Afrika auf traditionelle Art und Weise hergestellt und ich bin selbst sehr gespannt darauf, wie es schmeckt», sagt Aellen.

Schau-Brauerei

Wer sich für die Herstellung von Bier interessiert, der ist am Stand der Brauerei Rössli-Bier aus Füllinsdorf gut aufgehoben. «An diesem Stand wird es ein Schau-Brauen geben. Weil Bierbrauen je nach Sorte sechs, sieben Stunden lang dauert, wird der Bier-Sud schon um die Mittagszeit aufgesetzt. Auch wenn das gebraute Bier erst in einigen Wochen trinkbar ist, kann auch am Rössli-Bier-Stand – wie an allen Ständen – degustiert werden.»

Denn das Degustieren der unterschiedlichsten Biersorten steht laut den Veranstaltern im Zentrum des 3. Basler Biermarkts. Gegen Jetons können speziell designte Biergläser wunschweise halb (für zwei Franken) oder für den doppelten Preis ganz gefüllt werden.

Dennoch würde er sich wünschen, dass auch der «normale» Wochenmarkt besser besucht würde. «Wir haben noch Mühe, die gesamte Quartierbevölkerung anzusprechen. Expats und Migranten kaufen leider noch viel zu selten an unseren Marktständen ein, das müssen wir ändern.» Denn ein Markt in der Stadt ist gemäss Aellen auch aus ökologischer Sicht ideal: «Lokale Produzenten, die in die Stadt fahren und dort ihr Gemüse verkaufen – das mag ein wenig romantisch klingen, aber eine bessere Form gibt es nicht.»

Der 3. Basler Biermarkt findet heute Samstag, 29. August, von 16 bis 22 Uhr auf dem Vogesenplatz im St. Johann statt. Weitere Infos: www.baslerbiermarkt.ch