Für die Zwischennutzung von drei ehemaligen Gebäuden der BASF an der Klybeckstrasse auf dem «Klybeck plus»-Areal in Basel gab es bereits fast 200 Anfragen. BASF stellt die Gebäude ab Oktober 2018 für eine fünfjährige Zwischennutzung zur Verfügung. Es sind Büros, Gewerberäume und Ateliers geplant. «Ein weiterer Teil dieser Fläche ist für öffentliche Nutzungen vorgesehen, die der Bevölkerung und der Entwicklung des Quartiers dienen sollen», heisst es in einer Medienmitteilung.

Bei der Vermittlung und Vermietung arbeitet BASF mit dem Verein Unterdessen zusammen, der auf Zwischennutzungen spezialisiert ist und von Barbara Buser initiiert wurde. Es gebe massenweise Ideen für die Zwischennutzung, so der Verein. «Wir sind es gewohnt, viel Resonanz zu haben. Aber in diesem Ausmass haben wir das nicht erwartet. Wir waren völlig überrumpelt. Das ist auch eine Herausforderung», sagte Pascal Biedermann von Unterdessen zur bz.

Mit den ersten grösseren Nutzern ist der Verein bereits in Verhandlungen. Ab Juni will er versuchen, auch kleinere Flächen zu vergeben. Ziel ist, dass ein bunter Mix möglich wird. «Und natürlich werden ein Mittagstisch und Kulturveranstaltungsort nicht fehlen.»

Workshop am 23. Juni

Dazu, was es für konkrete Ideen gibt, will er noch nichts sagen. «Das ist zu früh.» Als nächsten Schritt gibt es am Samstag, 23. Juni, von 9 bis 12.30 Uhr einen Workshop, zu dem BASF und Unterdessen einladen und auch über den aktuellen Planungsstand informieren wollen. «Der Anlass richtet sich an interessierte Personen sowie an potenzielle Zwischennutzer, die Idee für öffentliche Zwischennutzungen einbringen oder umsetzen wollen», so die Medienmitteilung. Im März teilte BASF mit, dass es sich insgesamt um eine Fläche von 5000 Quadratmetern handelt, die für Jungunternehmen, Start-ups, Kulturschaffende und Gewerbetreibende zur Verfügung stehen. Die Kosten für nötige Instandstellungsmassnahmen der Gebäude übernimmt BASF.

Auf dem Gelände von Klybeck plus will der Kanton eine neue Schwimmhalle errichten. Dies hatte Erziehungsdirektor Conradin Cramer (LDP) in einem bz-Interview mitgeteilt.