200'000 Einwohner zählt Basel, das ist seit am Donnerstag amtlich. Es ist eine Zahl, die man sich kaum vorstellen kann. Dabei würden schon 100'000 Einwohner reichen, um aus einer Stadt eine Grossstadt zu machen.

Kein Stadion der Welt fasst so viele Menschen. Für das Joggeli bedeutet das: Der FCB müsste fünfmal vor immer wechselnder, ausverkaufter Kulisse spielen. Noch ein paar andere, nicht ganz sinnvolle Vergleiche gefällig? Wir haben uns einige irrsinnige Zahlenspielereien ausgedacht.

1 Baselland

Basel-Stadt ist nun offiziell 1680 Mal grösser als Kilchberg, die kleinste Gemeinde im benachbarten Baselland. Liestal ist da schon deutlich näher dran und nur 15 Mal kleiner. Aber das ist natürlich ein unfairer Vergleich.

    

2 Fasnacht

Würden alle Einwohner zur Fasnacht einstehen, würde der Cortège alleine beim Einstehen 50 Kilometer lang. Ladäärne und Wagen wären da noch nicht dabei und Pfeifer aus Platzgründen bevorzugt. Das ist so schon länger als die gesamte Kantonsgrenze.

  

3 Gewicht

Stünden alle Baslerinnen und Basler gemeinsam auf eine Waage, ergäbe das ein Gesamtgewicht von rund 14 200 Tonnen. Das wiederum entspricht rund dreissig Mal dem Personenschiff «Rhystärn». Es muss sich aber schon zuerst eine Waage finden, die 50 000 Quadratmeter gross ist. 

4 Sport

Veranstalteten alle Baslerinnen und Basler einen Staffellauf mit je einem Kilometer Strecke, reicht das fünfmal um die Welt. Nimmt man dabei an, dass jeder Mensch einen Deziliter schwitzt, liesse sich mit dem Schweiss ungefähr das Riehener Naturbad füllen

   

5 Arbeit und Freizeit

Müssten alle Einwohner für den Pharmagiganten arbeiten, bräuchte es 200 Rochetürme. Würden hingegen alle studieren, besässe Basel 15 Unis. Wenn dann alle gleichzeitig aufs Riesenrad wollen, wären 800 davon nötig. Es hätte aber auch Vorteile: Würden die Baslerinnen und Basler einmal gleichzeitig die WC-Spülung betätigen, wäre das grösste Becken des Ozeaniums bereits gefüllt. Oder, wenn wir beim Spenden sind: Legt jeder 300 Franken in einen Topf, kann der FCB Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka zurückholen – und wird vielleicht Meister. Will der Kanton hingegen gesamthaft verreisen, müsste Easyjet 2222 mal zwischen Basel und Mallorca hin und her pendeln – und natürlich gleich oft, um die Stadt wieder zu füllen.

   

6 Kultur

Ohnehin: Der Münsterplatz platzte aus allen Nähten. Wollen alle Basler den Hit des Openair-Kinos sehen, müsste dieses denselben Film an 135 aufeinanderfolgenden Abenden zeigen. Noch besser dran wäre das Beyeler-Museum. Wollen sich alle Kantonsbewohner die Balthus-Ausstellung ansehen, müsste die Fondation diese während eineinhalb Jahren anbieten. Nicht ganz so beeindruckend: Wenn jeder Einwohner einmal das Theater besuchen würde, stiegen die verkauften Eintritte um 20 Prozent.

   

7 Essen und Trinken

Um alle Einwohner mit einem Fondue bewirten zu können, bräuchte das «Schoofegg» 50 Tonnen Käse. Wollen hingegen alle gemeinsam auf die Zahl 200'000 anstossen, müsste Ueli Bier 10 Monate lang brauen – und die Gläser klirrten dann 20 Milliarden Mal. Prost!