Erstmals sei in die tödlichen Verkehrsunfälle im Stadtkanton kein Motorfahrzeug verwickelt gewesen, hiess es am Donnerstag an einer Medienkonferenz der Justiz- und Sicherheitsdepartements (JSD). Bei den beiden Verkehrstoten handelt es sich um Fussgänger, die mit Fahrrädern zusammengestossen waren.

Auf den ersten Blick lässt die Verkehrsunfallstatistik 2013 die Befürchtung aufkommen, dass die Sicherheit auf den Basler Strassen drastisch abgenommen hat. Bei den Unfällen wurde nämlich gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme um 14,6 Prozent auf 1029 verzeichnet. Und die Zahl der Leichtverletzten stieg um 42,5 Prozent auf 315.

Konsequentere Unfallaufnahme

Zurückzuführen ist diese Zunahme indes in erster Linie auf eine konsequentere Unfallaufnahme der Polizei, die sich nun erstmals in der Statistik niederschlug. Auslöser der neuen Praxis ist das 2011 eingeführte neue Unfallaufnahmeprotokoll des Bundes.

In den letzten Jahren sind in Basel-Stadt diverse neuralgische Stellen, an denen sich immer wieder Unfälle ereignet haben, saniert worden. Örtliche Konzentrationen von Unfällen gibt es deshalb laut Rolf Thommen, Chef der Verkehrspolizei, praktisch nicht mehr.

Deshalb richtet die Polizei den Fokus bei der Unfallbekämpfung verstärkt auf die Verkehrsteilnehmer, zumal mangelnde Aufmerksamkeit die häufigste Unfallursache ist. Vermehrte Kontrollen sollen dazu führen, dass Fahrzeuglenkerinnen und -lenker den Vortritt beachten, sich nicht mit zu viel Alkohol ans Steuer setzen und auf der Autobahn genug Abstand einhalten.

Rückläufig waren im vergangenen Jahr die Einnahmen aus Bussen. Mit 13,5 Millionen Franken flossen 1,5 Millionen weniger in die Staatskasse als 2013. JSD-Vorsteher Baschi Dürr wertete diese Entwicklung positiv: Der Rückgang beweise, dass bei den bekannten fest installierten Geschwindigkeitsmessanlagen immer weniger zu schnell gefahren werde. Das Ziel, die Sicherheit zu erhöhen, sei damit erreicht.