Die Behörden sehen in der Verkehrsunfallstatistik 2015 die Entwicklungen der vergangenen Jahre bestätigt, wie das Justiz- und Sicherheitsdepartement (JSD) am Dienstag mitteilte. Zur Verbesserung der Lage in Arbeit ist neben punktuellen Massnahmen auch ein Verkehrssicherheitsplan, dessen Entwurf noch 2016 vorliegen soll.

Die Veränderungen blieben letztes Jahr zumeist in überschaubarem Rahmen: So stieg die Zahl der Leichtverletzten auf 373 (Vorjahr: 347) Personen, jene der Schwerverletzten auf 97 (88). Unfalltote gab es drei und somit einen mehr als im Vorjahr. Fussgänger waren in 75 (82) Unfälle involviert, Velofahrende in 166 (151) Unfälle. E-Biker verunfallten daneben 10 (12), trotz steigender Beliebtheit also weniger als im Vorjahr.

Senioren ab 70 Jahren waren im vergangenen Jahr in 114 (125) Unfälle involviert. Dafür gab es mehr Fälle von Fahrerflucht: "Missachten der Meldepflicht" wurde bei 529 (521) Unfällen verzeichnet.

Mehr Alkohol-Unfälle

Zuviel Alkohol war bei 23 (14) Velofahrenden und 50 (49) Motorfahrzeug-Lenkenden eine Unfallursache. Vortritts-Missachtung stand indes mit 187 (185) Fällen noch stärker im Fokus. Ein Rotlicht überfahren hätten übrigens 10 (3) Velofahrende, mahnt das JSD. - Zu schnelles Fahren war derweil weniger oft Unfallursache.

Neben den 830 (Vorjahr: 786) rapportierten Verkehrsunfällen wurden im Stadtkanton übrigens noch 296 (320) Parkierunfälle verzeichnet, für die Anzeigen eingegangen sind. Diese Kategorie wird seit 2011 nicht mehr ins Verkehrsunfall-Total einbezogen, wie der Detailstatistik zu entnehmen ist.

Nach Strassenart betrachtet hat es 2015 etwas mehr auf Autobahnen und im Stadtgebiet gekracht, während in Riehen und Bettingen die Unfallzahl leicht zurückging. Der gesamte Sachschaden bei allen Unfällen wird auf 6,2 Millionen Franken beziffert, was leicht über dem Vorjahreswert liegt.