«Zämme besser» – das Motto des Gewerbeverbandes Basel-Stadt soll nicht nur im Verkehr gelten, sondern auch im Bereich der Förderung von Jungunternehmen, der Startups.

So will der Verband beim Konzept des Gewerbehauses an der Neudorfstrasse («Gewerbearena») auf die «enorm wertvollen Erfahrungen» des Business Pars Reinach zurückgreifen. Und deshalb werde das Projekt Gewerbearena gemeinsam mit der Trägerschaft des Businessparcs Reinach geplant, sagte Verbandsdirektor Gabriel Barell an seiner Neujahrsansprache im Theater Basel. Das Reinacher Modell lasse sich natürlich nicht eins zu eins übertragen. Aber man könne bestehende Ideen übernehmen – auch aus anderen Tätigkeitsfeldern und Ländern. «Und dann ergänzen wir das Profil so, dass der Gewerbe- und Business-Park Basel den Bedürfnissen einer urban geprägten KMU-Wirtschaft Rechnung trägt.» Während diese Startups im wissenschaftlichen Bereich, also in den Life Sciences, schon einige Unterstützung geniessen, sei der gewerbliche Bereich «in unserem Kanton klar unterversorgt», so Barell.

Wie soll die Startup-Förderung für gewerbliche KMU in Basel aussehen? «Im Gewebe- und Business-Park Basel können Start-Up-Unternehmen gute Rahmenbedingungen für ihre Arbeit und ihre Entwicklung vorfinden», verspricht Barell. Sie würden vor, während und nach der Gründung beraten. Sie profitierten von einem Service Center, das sie von Administrativkram entlastet. Die Mietkonditionen seien günstig. Es sei ein Netzwerk von Coaches da, die bei Bedarf mit Know-how zur Stelle sind. Und sie seien «auf Tuchfühlung mit anderen aufstrebenden Unternehmern, mit denen sie sich und ihre Erfahrungen austauschen können.»

In der Trägerstiftung sollen dereinst acht Partner beteiligt sein. Zwei davon sind die Gewerbeverbandstiftung und die von Klaus Endress präsidierte Stiftung Regionales Gründerzentrum.

Moderate Töne

Die grosse Haue Richtung links und grün oder anderen Klassenfeinden fiel in diesem Jahr moderat aus. Was Barell aufstiess, war die Klassenkampfrhetorik und «Sozialromantik des mittelalterlichen Englands» (wobei man hier anfügen darf, dass im Mittelalter für Sozialromantik wahrscheinlich wenig Platz war ...). Ausserdem werde gerade im Bereich Eigenmietwert mit dem «Basel-Finish» übertrieben.