Das Naturhistorische Museum an der Augustinergasse und das Staatsarchiv an der Martinsgasse bieten nicht ausreichend Sicherheit für die Aufbewahrung ihrer Sammlungen. Sie sind aus konservatorischer Sicht teilweise hochgradig sanierungsbedürftig.

An den aktuellen Standorten fehlen die Entwicklungsmöglichkeiten, weswegen sich die Regierung auf die Suche nach neuen Standorten machte. 13 Optionen wurden geprüft. Schlussendlich entschied sich die Regierung für den Vogesenplatz im St. Johann. Der Grosse Rat stimmte im Jahr 2013 der Ausgabenbewilligung für die Projektierung eines Neubaus an diesem Standort zu.

Nun stellen sich sowohl die Bau- und Raumplanungskommission als auch die Bildungs- und Kulturkommission hinter die Pläne der Regierung. Dies teilte die Medienstelle des Grossen Rats am Freitagmorgen mit und bestätigte damit Berichte der bz im Vorfeld des Entscheids. Der Vorschlag überzeugte die Kommissionen planerisch und städtebaulich. Sie empfehlen dem Grossen Rat, das Projekt anzunehmen.

Weitere Museen müssen saniert werden

Die Bau- und Raumplanungskommission diskutierte kontrovers über die beantragte Bausumme von 214 Millionen Franken. Eine eingehende Prüfung habe aber ergeben, dass es nicht möglich sei, wesentlich günstiger zu bauen.

Die Kommission wies auch darauf hin, dass sich weitere Sanierungsarbeiten bei anderen Museen abzeichnen. Deshalb sei es zwingen notwendig, dass das Präsidialdepartement Lösungen für diese Grundproblematik aufzeige und der Kanton zukünftig kulturpolitische Schwerpunkte setze.

Die Minderheit der mitberatenden Bildungs- und Kulturkommission lehnte das Projekt ab. Sie bemängelt Leistungsausbau und Mehrkosten im Vergleich zum Vorprojekt.

Nach dem Auszug des Naturhistorischen Museums aus dem klassizistischen Baudenkmal an der Augustinergasse soll dieses saniert werden. Danach soll das Antikenmuseum Basel in den Berri-Bau einziehen. Die Bau- und Raumplanungskommission unterstützt auch diesen Vorschlag der Regierung. Den Vorschlag, die Sammlung des Naturhistorischen Museum nach der Sanierung wieder an die Augustinergasse ziehen zu lassen, lehnte die Regierung ab.