Kantonsfinanzen
217,3 Millionen Überschuss in Basler Staatsrechnung ist markant höher als geplant

Stabile Steuererträge und ein moderates Ausgabenwachstum haben dem Kanton Basel-Stadt den siebten positiven Rechnungsabschluss in Folge beschert. Mit einem Überschuss von 217,3 Millionen fiel die Staatsrechnung 2011 besser ab als geplant.

Merken
Drucken
Teilen
Stabile Steuererträge und ein moderates Ausgabenwachstum haben dem Kanton Basel-Stadt den siebten positiven Rechnungsabschluss in Folge beschert. (Symbolbild)

Stabile Steuererträge und ein moderates Ausgabenwachstum haben dem Kanton Basel-Stadt den siebten positiven Rechnungsabschluss in Folge beschert. (Symbolbild)

Keystone

Ohne Sonderfaktoren hätte der Überschuss gar 317 Mio. Fr. betragen, teilte die Regierung am Mittwoch mit. Einer dieser Sonderfaktoren betrifft die staatliche Pensionskasse, die per Ende 2011 bei einem provisorischen Deckungsgrad von 96,3 Mio. Fr. eine Deckungslücke von 292 Mio. Fr. aufweist. Deshalb nahm der Regierungsrat für den Arbeitgeberanteil eine Rückstellung von 146 Mio. Fr. vor.

Der Ordentliche Nettoaufwand als die für Regierung massgebliche Kenngrösse für die operative Entwicklung stieg um 1,6 Prozent auf 2,4 Mrd. Franken. Der in der Rechnung ausgewiesene Gesamtaufwand sank gegenüber dem Vorjahr um 5,4 Prozent auf 4,4 Mrd. Franken. Beim Ertrag wurde mit 4,63 Mrd. Fr. ein Rückgang um 6,3 Prozent registriert.

Inverstitionen konnte Kanton selbst finanzieren

Basel-Stadt konnte im vergangenen Jahr Steuereinnahmen von insgesamt 2,6 Mrd. Fr. verbuchen. Das sind 7,6 Prozent mehr als budgetiert, jedoch 2,9 Prozent weniger als 2010. Eine Zunahme von 10 Prozent auf 1,91 Mrd. Fr. resultierte beim Personalaufwand. Die Zahl der Vollzeitstellen nahm gegenüber dem Vorjahr um 293 auf 12'396 zu.

Die Investitionsrechnung 2011 des Stadtkantons schliesst mit einem Finanzierungssaldo von 99,4 Mio. Franken. Um diesen Betrag konnten die Schulden abgebaut werden. Sie belaufen sich netto auf noch 1,7 Mrd. Franken.

Die Investitionen von 277,5 Mio. Fr. konnte der Kanton vollständig aus eigenen Mitteln finanzieren. Statt 86,4 Prozent wie budgetiert erreichte der Selbstfinanzierungsgrad 130,4 Prozent.