Petition

28'521 unterschreiben für ein Bleiberecht für auswärtige Musiker

Übergabe der Petition «Keine Musikwüste für Basel» im Hof des Basler Ratshauses.

Übergabe der Petition «Keine Musikwüste für Basel» im Hof des Basler Ratshauses.

28'521 Unterschriften wurden heute im Hof des Basler Rathauses eingereicht. Die Leiterin der Staatskanzlei, Barbara Schüpbach, nahm die Kisten entgegen. Die Unterschriften stammen aus der ganzen Schweiz.

Alles begann am 1. September 2014. Musiker, die ihren Wohnsitz in Basel haben, wurden darüber informiert, dass es eine Praxisänderung beim Bundesamt für Migration gegeben hat. Diese besagt, dass alle Nicht-EU-Musiker die Schweiz bis zum 1. Januar 2015 verlassen müssen. Einzige Ausnahme sind diejenigen, die eine Anstellung von mindestens 75 Prozent Arbeitspensum vorweisen können.

Durch die neue Regelung werde der Ruf der Kulturstadt Basel gefährdet. «Keine Musikwüste in Basel!», so lautet der Slogan des Petitionskomitees. Im Dezember begann die Unterschriftensammlung. Am Donnerstag konnten die Kartonkisten mit den 28 521 Signaturen der Basler Regierung überreicht werden.

Das Petitionskomitee besteht nicht nur aus zahlreichen lokalen, nationalen und internationalen Musikern und Musikfreunden, sondern auch aus Basler Politikern von allen Parteien.

Die grosse Unterstützung macht auch den Politikern in Bundesbern Eindruck: «Die grosse Anzahl Unterschriften ist ein starkes Zeichen für Bern», sagt der Basler Nationalrat Beat Jans. Noch seien nicht alle Türen zu, es bestehe Hoffnung. Vor einem Monat traf sich Jans mit Vertretern des Petitionskomitees mit Mario Gattiker, dem Staatssekretär des Bundesamtes für Migration. «Er konnte nichts versprechen, aber wenn neue Kriterien definiert werden, kann er diese in die Verodnung integrieren», erklärt Jans. Dafür brauche es aber eine Zusammenarbeit aller Schweizer Musikschulen und Musiker, um geeignete und praxisnahe Vorschläge zu erarbeiten. (sil)

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