3500 Unterschriften wollen die Gegner des geplanten Tschudiparkings innert weniger Wochen gesammelt haben. Für eine Petition zwar – doch würde eine solche Zahl beglaubigter Gegner auch locker für eine Volksabstimmung reichen. Morgen wollen Vertreter des Komitees «Kein Parkhaus unter dem Tschudi-Park» die gesammelten Widerstandsbezeugungen der Regierung übergeben. Das geht aus einer Einladung hervor.

Unter dem Tschudi-Park, direkt gegenüber dem Haupteingang des Universitätskinderspitals beider Basel (UKBB) gelegen, soll ein Parking entstehen. Dies wurde Ende September 2018 bekannt. Schon kurz nach einer öffentlichen Informationsveranstaltung hat sich der Widerstand gegen das Projekt formiert. Die Gegner beklagen den Mehrverkehr im Quartier, welches das Parking nach sie ziehen würde, «obwohl die Stimmbevölkerung des Kantons Basel-Stadt im November 2010 beschlossen hat, dass der private Motorfahrzeugverkehr auf dem Kantonsgebiet bis zum Jahr 2020 um mindestens 10 Prozent abnehmen muss.» Das zuständige Bau- und Verkehrsdepartement habe es überdies «nicht für nötig gehalten, die Quartierbevölkerung in angemessener Weise in die Planung einzubeziehen».

Die Regierung wiederum stützt sich auf Aussagen des UKBB, wonach die Parkplatzsituation seit dem Umzug des Spitals 2011 nicht funktioniere. Im Parking würden dem UKBB 229 von 347 Parkplätzen zur Verfügung stehen. Die geschätzten 24 Millionen Franken für den Bau würde das Spital selbst übernehmen. Der Tschudipark würde grösser, weil oberirdisch rund drei Dutzend Parkplätze abgebaut werden.

Frühester Bautermin war gemäss Angaben des Bau- und Verkehrsdepartements 2020. Das scheint nun aber unrealistisch: Zuerst muss die Vorlage noch durch den Grossen Rat und dann die Referendumsfrist überstehen. Für ein Referendum braucht es 2000 Unterschriften.