Tschudimatte

3600 Unterschriften: Der Tschudi-Park soll nicht überbaut werden

Unter den Tschudi-Park soll ein unterirdisches Parking für das UKBB kommen.

Unter den Tschudi-Park soll ein unterirdisches Parking für das UKBB kommen.

Der Widerstand aus dem Basler St. Johann-Quartier ist gross. Innert weniger Wochen haben fast 3600 Personen eine Petition gegen die Parking-Pläne unter der Tschudimatte unterzeichnet. Mit diesem soll dem Parkplatzmangel beim Universitäts-Kinderspital (UKBB) begegnet werden.

Den Bedarf aberkennt auch die Petitionskommission des Grossen Rats. Dennoch fordert sie Regierung und Spitalleitung dazu auf, nochmals über die Bücher zu gehen. «Es scheint notwendig, dass vor der weiteren Planung des Bebauungsplans ‹Parking UKBB› alle anderen bestehenden Optionen vertieft geprüft und miteinander gegeneinander abgewogen werden», schreibt Kommissionspräsidentin Tonja Zürcher (Basta) in ihrem am Freitag veröffentlichten Bericht.

Das ist einer der Vorwürfe, den die Petenten an Spital sowie Bau- und Verkehrsdepartement richten: Sie hätten nicht belegt, ob wirklich alle möglichen Alternativen seriös geprüft worden seien. Auch sei der Bedarf an zusätzlichen Parkplätzen nie schlüssig nachgewiesen worden. So könnten im benachbarten Parkhaus City zusätzliche Parkplätze zur Verfügung gestellt werden.

Der Tschudi-Park aber sei ein wichtiger Grün- und Freiraum, der wegen des geplanten Parkhauses über Jahre nicht genutzt werden könnte. Dasselbe gelte für den Grossteil des Pausenplatzes des St. Johann-Schulhauses. Zudem würden die Nachbarschaft und die zwei Schulen stark unter der Grossbaustelle leiden.

Lösung ist nötig – nur welche?

Die Petitionskommission beantragt nun einstimmig, die Petition der Regierung zur Stellungnahme zu überweisen. Denn die Kommission ist sich selber nicht ganz einig. Einerseits kann sie die Anliegen der Anwohner durchaus nachvollziehen. Andererseits stellt sie fest, dass sich die heutige Parkplatzsituation für das UKBB «nur begrenzt als ideal erweist».

So sind im benachbarten Parkhaus City oft nur wenige freie Plätze zu finden. Und dem Spital stünden offenbar nicht genügend Notfallparkplätze zur Verfügung. Das UKBB brauche eine praktikable Lösung.

Es gehe nun darum, mögliche Optionen zu suchen. So biete sich allenfalls ein Ausbau der bestehenden oberirdischen Notfallparkplätze auf der Freifläche zwischen UKBB und dem neuen Biozentrum an. Oder vielleicht könnte auf dem Baufeld 4 zusammen mit dem geplanten Uni-Neubau ein unterirdisches Parking für das UKBB gebaut werden, fragt sich die Kommission.

Auf jeden Fall solle der Fächer an Möglichkeiten nochmals neu ausgebreitet werden. Und dabei solle gerade auch das von den Petenten eingebrachte Argument des Baulärms beachtet werden. (dba)

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