Lauffreude

3800 ausdauerne Läufer rannten am 6. IWB Marathon quer durch Basel

3800 Läuferinnen und Läufer rannten diesen Sonntag durch die Strassen Basels – ein neuer Teilnahmerekord. Für den IWB Marathon herrschten dieses Jahr die perfekten Bedingungen. Alle wurden mit Medaillen ausgezeichnet. Dabei sein ist alles!

«Hopp, Fernando!» – «Go Liam!» – «Super, Lena!» Die Teilnehmenden des Basel Marathon sind am Sonntag kräftig angefeuert worden. An allen Ecken stehen Familien, Freunde und Bekannte und jubeln den Läufern beim Vorbeirennen zu. Eine willkommene Geste für die Sportler, denn mit Unterstützung läuft es sich gleich viel besser.

Punkt 8.30 Uhr fällt der Startschuss des 6. IWB Marathon in der Freien Strasse. Dort beginnt der 42,195 Kilometer lange Lauf durch die Basler Innenstadt, 45 Minuten später auch der Halbmarathon. Dabei legen die Läuferinnen und Läufer die vorgegebene Route nur einmal zurück und nicht wie beim Marathon zweimal.

Startende aus 30 Nationen

Jung und Alt geben sich beim Laufen die Hand, eine Altersgrenze gibt es nicht. Die Läuferinnen und Läufer kommen aus 30 verschiedenen Nationen. Nebst Schweizern aus fast allen Kantonen sind hauptsächlich Deutsche, Franzosen, Engländer und Amerikaner dabei. Nach dem Halbmarathon startet beim Marktplatz der 10-Kilometer-Lauf, und etwas später folgen der Team- und der Jugendlauf.

Die Bedingungen für den Marathon sind ideal. Bei angenehmen Temperaturen von rund 15 Grad laufen die Teilnehmer von der Freien Strasse in Richtung St. Jakob, dann am Zoo vorbei bis zum Hafen. Unterwegs gibt es Verpflegungsposten und Sanitäter. Die Läufer sind am Morgen bei noch diffusem Wetter gestartet, später zeigt sich aber doch die Sonne.

Nach einer Stunde und zehn Minuten läuft der erste Teilnehmer des Halb-Marathons am Barfüsserplatz durchs Ziel: Es ist der 33-jährige Neil Burton aus Basel. Mit einer Zeit von 1:09 Stunden liegt er zehn Minuten hinter dem Weltrekord. Knapp eine Viertelstunde später erreicht auch Corinne Grieder das Ziel und belegt damit den ersten Platz bei den Frauen. «Die Zeit hat mich umgehauen», strahlt die 26-jährige. Da sie während der letzten Woche viel zu tun hatte und sich nicht explizit auf den Marathon vorbereiten konnte, habe sie nicht damit gerechnet, so gut abzuschneiden. «Ich habe einfach versucht, mich auf das Ziel zu fokussieren, und so spulte ich einen Kilometer nach dem anderen ab.» Ihr gutes Resultat verdankt Grieder regelmässigem Training. «Ich laufe jeden Tag und habe die letzen Tage darauf geachtet, genügend zu schlafen.»

Nach 2 Stunden und 42 Minuten erreicht der erste Marathon-Läufer, Pierre Fournier aus Sainte-Croix, das Ziel, 20 Minuten später die erste Marathon-Läuferin, die Tessinerin Paola Casanova.

Rund 3800 Sportlerinnen und Sportler liefen an diesem Basel Marathon mit – ein Teilnahmerekord. Alle erhalten nach dem Marathon eine Medaille und können sich auf dem Barfüsserplatz mit Snacks und Getränken stärken. Freude, Stolz und Erleichterung herrscht unter den Läufern. Man sieht rote Köpfe und verschwitzte T-Shirts, aber dafür umso strahlendere Gesichter.

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