Derzeit werden die Einwendungen gesichtet, bevor die Regierung darüber entscheidet und später ihre Vorlage zuhanden des Grossen Rates verabschieden kann. In diesem Stadium sei gar nichts zu sagen darüber, wer was an diesem markanten 450-Millionen-Projekt kommentiert oder kritisiert, hiess es am Donnerstag beim Bau- und Verkehrsdepartement.

Die Post plant den Komplex mit Wohnungen, Büros und anderen Nutzungen zusammen mit den SBB, die eine Parzelle an der Südseite beisteuern. Vorgesehen ist ein Sockel von 24 Metern Höhe über die gesamte Breite sowie drei Hochhäuser von 87 Metern Höhe, wie die Bauherrschaft Ende Mai bekannt gegeben hatte.

Der Postreiter-Altbau verschwindet nicht ganz: Das heutige Post-Parkhaus über den Geleisen dient auch künftig als Sockelebene. Auf diesem einst für Postlastwagen massiv gebauten Basisgeschoss entstehen drei neue Etagen mit einer öffentlichen Fussgängerachse quer über die Bahn durch das gesamte Gebäude.

Nach der Planauflage werden die Details geplant, gegebenenfalls auch unter Berücksichtigung von eingegangenen Anregungen und Kritik. Baubeginn der ersten Etappe im Nordteil samt Reiterbau soll im Idealfall 2022 sein und die zweite Hälfte im Süden dann Ende 2028 abgeschlossen werden.

Weniger Widerstand haben zwei andere Bauprojekte geweckt, deren Auflagefrist ebenfalls am 31. Juli abgelaufen ist: Nur eine Anregung traf zur Wohnüberbauung auf dem Areal des heutigen Studios Basel ein, und ein Neubauplan für die Aeschenvorstadt 72 blieb ganz ohne Auflage-Feedback.