Die Tramgeleise stammen aus den 50er- und 60er-Jahren und sind sanierungsreif. Dabei ist neues Bundesrecht einzuhalten, sofern verhältnismässig möglich, insbesondere technische Vorgaben zur Behindertengleichstellung. Zentral ist der niveaugleiche Einstieg - dieser ist in Kurven wie an jener Strecke aber schwer zu realisieren.

Konkret bedeutet dies laut Vorlage teils Verschiebungen von Haltestellen, teils Korrekturen der Schienenführung, aber auch die Aufhebung einer Haltestelle (Airolostrasse). Letzteres begeisterte die vorberatende Kommission nicht; diese fand jedoch keine bessere praktikable Lösung.

Freisinniges Murren

Die FDP wollte die Vorlage an die Regierung zurückweisen, scheiterte aber mit 10 zu 77 Stimmen. Manches sei überholt; die betroffene Bevölkerung sei skeptisch. Insbesondere der Umbau der Haltestelle Bruderholz werde kritisiert; jene tangiere Grünflächen und Parkplätze. Überdies seien die Gesamtkosten von etwa 31 Mio. Franken zu hoch.

Für die SP zeigt die Vorlage zur Tram-"Bergstrecke" exemplarisch die Grenzen des Behindertengleichstellungsgesetzes auf. Sie stimmte der Vorlage dennoch zu, weil die Ziele richtig seien. Auch die anderen Fraktionen standen mit Vorbehalten dahinter. Die Liberalen behalten sich vor, gegebenenfalls die Bauvorlage mit Anträgen zu korrigieren.

Baudirektor Hans-Peter Wessels versprach, bei der Projektierung würden alle aufgeworfenen Fragen detailliert und in Varianten beantwortet. Die Problematik sei ja bekannt.