Gefängnis Bässlergut

5.4 Millionen Franken für Altbau-Sanierung – zudem gibt es künftig weniger Haftplätze

Im Ausschaffungsgefängnis Bässlergut soll es künftig pro Station noch zehn Haftplätze geben. (Archivbild)

Im Ausschaffungsgefängnis Bässlergut soll es künftig pro Station noch zehn Haftplätze geben. (Archivbild)

Im Bässlergut wird die Zahl der Haftplätze verringert und der Altbau wird neu konzipiert. Dies aufgrund neuer Bundesvorschriften und der aktuellen Belegung. Das Ausschaffungsgefängnis wird nun für 5.4 Millionen Franken saniert.

In den vergangenen Jahren sei die Nachfrage nach Haftplätzen in der Administrativhaft stetig auf tiefem Niveau stabil geblieben, teilte der Kanton Basel-Stadt am Dienstag mit. Eine Zunahme zeichne sich nicht ab, weshalb die offizielle Kapazität im Altbau des Gefängnisses Bässlergut von sechzig auf vierzig Haftplätze gesenkt werden soll.

Der Altbau werde seit der Inbetriebnahme des Erweiterungsbaus für den kurzen Strafvollzug zu Beginn dieses Jahres wieder ausschliesslich für seinen ursprünglichen Zweck, die Administrativhaft («Ausschaffungshaft») verwendet. Für die Sanierung des Altbaus hat die Basler Regierung einen Kredit in der Höhe von 5,4 Franken bewilligt.

Mehr Platz für Häftlinge und mehr Flexibilität für Mitarbeitende

Pro Station stehen so künftig zehn Haftplätze zur Verfügung und nicht mehr, wie bisher, 15. Dadurch entstehe mehr Platz für die Inhaftierten und ein grösserer Gruppenraum. Die Neukonzeption kommt den vom Bund 2015 angepassten Richtlinien zur Administrativhaft entgegen. Die Voraussetzung für Finanzierungsbeiträge an den Bau oder die Sanierung von Administrativhaftanstalten sind somit gegeben.

Durch die Neukonzeption werden auch flexiblere Einsätze der Mitarbeiter ermöglicht, was sich positiv auf die Haftbedingungen auswirken könne, wie der Kanton mitteilt. Beispiele hierfür könnten verlängerte tägliche Zellöffnungszeiten, ein Ausbau der Spazierzeiten und zusätzliche Zeitfenster für Freizeitaktivitäten sein.

Der Altbau, welcher im November 2000 eröffnet worden war, weist hohe Abnutzungen auf, weshalb eine Instandsetzung zwingend erforderlich sei. In diesem Zusammenhang sollen auch die stark veralteten sanitären Anlagen ersetzt werden. Der Bund werde sich mit 35 Prozent an den Kosten der subventionsberechtigten Arbeiten beteiligen. Laut Mitteilung des Kantons, starten die Sanierungsarbeiten im nächsten Jahr.

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