Betriebsleiter Werner Oppliger ist trotzdem nicht in übermässiger Feierlaune. «Heute kommen an einem erfolgreichen Tag maximal 9000 Besucher. Früher gab es Tage, an denen 14 000 da waren», erzählt er. Der 62-Jährige erklärt sich den Besucherschwund mit einem veränderten Freizeitverhalten: «Heute sitzen viele zu Hause vor dem Computer. Das Gartenbad gerät in den Hintergrund.»

An diesem schätzt Oppliger besonders die vielen Grünflächen. Bei vielen Besuchern sind ausserdem die breite Wasserrutschbahn und die Gegenstromanlage beliebt. Mit Attraktionen können allerdings auch die anderen Bäder in der Region aufwarten.

Eine 62,5 Meter lange Rutschbahn bietet das Gartenbad Aesch, das Gartenbad St.Jakob hat als einziges Schwimmbad einen zehn Meter hohen Sprungturm. Momentan wird dieser zwar saniert, dennoch ist das Bad einiges spektakulärer als das grüne Bachgraben.

Dieses hat aufgrund seiner Lage übrigens mit speziellen Komplikationen zu kämpfen. Da es sowohl auf städtischem als auch ländlichem Boden liegt, sind beide Kantone für das Gartenbad verantwortlich. Kommt es im Bad zu einem Zwischenfall, müssen die Verantwortlichen schauen, ob sich dieser im Stadt- oder im Landkanton abgespielt hat. Oppliger erklärt: «Dann entscheiden wir, ob wir die städtische oder die ländliche Polizei kontaktieren.»