Öffentlicher Verkehr
8er-Tram: GA und Halbtax sind im deutschen Abschnitt bald nicht mehr gültig

Ab Dezember müssen Passagiere, die mit dem 8er nach Weil am Rhein fahren aufpassen. GA und Halbtax sowie Schweizer Tageskarten sind im deutschen Abschnitt nicht mehr gültig. Einzig das U-Abo behält seine Gültigkeit.

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8er-Tram an der Wendeschlaufe in Weil am Rhein.

8er-Tram an der Wendeschlaufe in Weil am Rhein.

Kenneth Nars

Das grenzüberschreitende 8er-Tram der Basler Verkehrsbetriebe (BVB) wird rege von Einkaufstouristen und Grenzgängern genutzt. Schweizer Passagiere mit GA und Halbtax müssen aber ab dem 11. Dezember 2016 aufpassen. Ihr Abo ist ab dann auf dem deutschen Abschnitt der Tramlinie nicht mehr gültig.

Im Rahmen des Fahrplanwechsels werden General- und Halbtax-Abonnement sowie die schweizweit gültigen Tageskarten in ihrer Gültigkeit auf die Schweiz begrenzt, wie die BVB am Donnerstag mitteilten. Das U-Abo des Tarifverbund Nordwestschweiz (TNW) gilt aber weiterhin auf der ganzen Linie 8.

Info

Fahrgäste mit GA oder mit einer schweizweit gültigen Tageskarte lösen ab 11. Dezember 2016 von Basel kommend nach Weil am Rhein das Anschlussticket für 2.70 Franken und auf dem Rückweg ein 1-Zonen-Billett des Regionalverbund Lörrach zum vollen Preis von 2.40 Euro.

Fahrgäste mit Halbtax-Abonnement lösen von Basel kommend nach Weil am Rhein ein 2-Zonen-Billett zum vollen Preis von 4.70 Franken und auf dem Rückweg ein 2-Zonen-Billett des Regionalverbund Lörrach zum vollen Preis von 3.25 Euro.

Alle Angaben entsprechen den ab 11. Dezember 2016 geltenden Tarifen, also nach den anstehenden Tarifmassnahmen im TNW und Regionalverbund Lörrach.

Bis anhin waren die Abonnemente auf der gesamten Tramlinie gültig. Dies geht auf einen politischen Vorstoss aus dem Jahr 2014 zurück. Die BVB hätten während zwei Jahren diese Praxis getestet, heisst es in der Mitteilung. Vielen Schweizer Fahrgästen sei aber nicht klar gewesen, weshalb die nationalen Fahrausweise grenzüberschreitend nur auf der Linie 8, nicht aber auf den anderen Linien zwischen Basel und dem grenznahen Deutschland oder Frankreich gültig seien.

Der TNW hat Ende 2015 in einer Erhebung festgestellt, dass der Anteil an Passagieren des 8er-Trams, die ein GA besitzen und mit den BVB nach Deutschland reisen, wider Erwarten hoch ist. Der Anteil lag bei über 10 Prozent, teilen die BVB mit. Zu Beginn der zweijährigen Pilotphase gingen die BVB von einer massiv niedrigeren Zahl aus.

Da GA-Besitzer bis anhin keine und Halbtaxbesitzer nur die Rückfahrt lösen müssten, entstünden in den benachbarten Grenzgebieten Einnahmenausfälle, erklären die BVB und begründen damit die Abkehr von der bisherigen Praxis. Basel-Stadt und sie selbst müssten für die fehlenden Einnahmen aufkommen. Würden Schweizer Billete weiterhin auf der deutschen Strecke gültig sein, wären die Kosten für Kanton und BVB kaum mehr zu tragen.

Deshalb habe man sich nun in Rücksprache mit dem Basler Bau- und Verkehrsdepartement entschieden, die Tarife den allgemein geltenden Regelungen im trinationalen Grenzverkehr anzupassen, schreiben die BVB.

Auch auf den anderen grenzüberschreitenden Linien der BVB sind Schweizer Fahrausweise ab der Grenze nicht mehr gültig. Das betrifft Fahrten nach Lörrach oder Grenzach-Whylen. Ab Dezember 2017 soll dies auch für den verlängerten 3er nach Saint-Louis gelten, wie es in der Mitteilung weiter heisst. (zam)