Euro-Airport

9 Prozent mehr Fluggäste, keine Zunahme der Flugbewegungen

Immer mehr Flugpassagiere fliegen vom binationalen Euro-Airport aus.

Immer mehr Flugpassagiere fliegen vom binationalen Euro-Airport aus.

Der Euro-Airport verzeichnet einen stetigen Passagier-Zuwachs - ohne mehr Lärm. Gründe für den Zuwachs sind die bessere Auslastung und die grösseren Flugzeuge. 2013 wird mit 5,8 Millionen Flugreisenden gerechnet. 2012 verzeichnete man 5,3 Millionen.

Die Passagierzahlen auf dem Euro-Airport (EAP) wachsen derzeit um 9 Prozent, budgetiert waren 3 Prozent. «Für 2013 rechnen wir mit 5,8 Millionen Passagieren», berichtete EAP-Direktor Jürg Rämi letzte Woche an der Jahresversammlung der IG Luftverkehr Pro Euro-Airport. 2012 lag die Zahl bei 5,3 Millionen.

Rämi betonte, dass die Flugbewegungen stabil bleiben, obwohl die Passagierzahlen deutlich wachsen: «Ab 2004 tut sich eine positive Schere auf.» Der Grund für die Entwicklung: «Die Flugzeuge sind grösser und besser ausgelastet», erklärte Rämi. Das sei auch aus Anwohnersicht gut. «Mit der gleichen Anzahl von Flugbewegungen haben wir die Passagierzahlen fast verdoppelt.»

Sehr viel Flüge wegen Crossair

Der Rekord bei den Flugbewegungen wurde mit fast 105'000 im Jahr 2000 erreicht, analysierte kürzlich die Zeitung «l'Alsace». Die Passagierzahlen lagen bei 3,75 Millionen. Die Crossair habe damals den EAP mit kleinen Flugzeugen mit etwa 33 oder 50 Sitzen zu einer europäischen Umsteigeplattform gemacht.

2002 ging die Crossair in der Swiss auf. Dies erklärt teilweise, warum die Zahlen 2003 massiv einbrachen. «Zwischen Februar und Oktober 2003 annullierte Swiss ab dem EAP insgesamt 18 Destinationen und 38 tägliche Start- und Landefrequenzen», erinnert sich EAP-Mediensprecherin Vivienne Gaskell.

Hinzu sei in Frankreich die TGV-Konkurrenz gekommen, zusätzlich sorgten Irak-Krieg, Sars-Epidemie, terroristische Bedrohungen und die schlechte Wirtschaftslage für den Verkehrseinbruch.

Ab 2004 ging es langsam wieder aufwärts. Mit der Aufgabe der Crossair-Umsteigeplattform änderte sich das Verkehrsprofil des EAP, der laut Gaskell statt 28 Prozent nur noch 2 Prozent Transitpassagiere hatte.

Die ab 2004 konstant steigenden Passagierzahlen sind grossteils auf Easyjet zurückzuführen, das derzeit 51 Prozent des Verkehrs auf dem EAP abwickelt.

Mit acht in Basel stationierten Flugzeugen erziele die Gesellschaft dort derzeit ein jährliches Wachstum von 15 Prozent, berichtete Jean-Marc Thévenaz, Direktor Schweiz von Easyjet, bei seinem Vortrag vor der IG Luftverkehr.

Beschwerden nehmen ab

«Unsere Auslastung liegt derzeit bei 87 Prozent», betonte er. Der Trend gehe zudem dahin, statt dem Airbus A 319 mit 156 Sitzplätzen zunehmend Airbus A 320 mit 180 Plätzen einzusetzen. Derzeit verfügt Easyjet auf dem EAP über einen Mix aus beiden Flugzeugtypen.

Die Beschwerden wegen Fluglärm sind laut Umweltbericht 2012 gegenüber 2011 zurückgegangen. Aus der Schweiz gab es statt 6418 noch 5669. Auffällig ist, dass die Zahl der Schweizer Beschwerdeführer von 555 im Jahr 2008 bis 2012 stetig abgenommen hat und noch bei 207 liegt. 2009 waren es 434, 2010 418 und im Jahr 2011 333 Personen, die sich beim EAP beschwerten.

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