Hier kommen fast alle Basler vorbei, doch verweilen will niemand. Die Heuwaage ist so ziemlich das Gegenteil einer Postkartenansicht. Beton und Strassen prägen das Bild. Es ist der Ort, wo man durch muss, wenn man zum Zolli oder in die Innenstadt will. In Erinnerung bleibt er einem nicht. Angefangen vorne beim Nachtigallenwäldeli, welches eher an ein Schattental denn an einen Stadtpark erinnert. Vorbei an der Kuppel, welche seit eh und je ein Provisorium ist. Weiter gehts über die Gleiswendeschleife, wo sich Fussgänger und Trams in die Quere kommen. Unter dem Heuwaage-Viadukt entlang dem Steinen-Hochhaus, welches abgebrochen werden könnte, wie die bz gestern publik machte. Schliesslich hinein in den Birsig-Parkplatz, den Hinterhof von Steinenvorstadt und Steinentorstrasse.

Es ist ein tristes Dasein, dass diese Gegend fristet. Dass etwas gemacht werden muss, ist eigentlich allen klar. Seit im Jahr 2003 das Basler Stimmvolk den Bau eines Multiplex-Kinos per Volksabstimmung den Birsig hinabschickte, ist die Entwicklung an diesem Ort stehen geblieben. Jetzt steht eine Aufwertung kurz bevor. Der Kanton will mit dem Umbau des Nachtigallenwäldelis beginnen. Doch vieles ist noch unklar an der Heuwaage. Vor allem, weil die verschiedenen Akteure voneinander abhängig sind und gegenseitig auf die Entwicklungsschritte warten. Da ist zum Beispiel das Ozeanium, das zwar ab 2016 gebaut werden soll, wobei die Finanzierung noch nicht gesichert ist. Davon hängt dann ab, ob die Tramwendeschleife bleibt. Und so weiter, und so fort ...