Beim Erweiterungsbau des Basler Kunstmuseums sind die Aushubarbeiten abgeschlossen: Am Montagmorgen legten Regierungsrat Hans-Peter Wessels und Museumsdirektor Bernhard Mendes Bürgi im Beisein zahlreicher Interessierter aus der Basler Politik- und Kulturszene in der rund 20 Meter tiefen Baugrube den Grundstein für den 100-Millionen-Franken-Bau der Architekten Christ + Gantenbein.

Das Kunstmusuem wird zu Schutt und Asche, bevor es wieder aufgebaut wird

Das Kunstmusuem wird zu Schutt und Asche, bevor es wieder aufgebaut wird

Neuer architektonischer Schwerpunkt

«Wir sind sowohl terminlich als auch finanziell gut unterwegs. Nichts deutet auf Schwierigkeiten hin», betonte Baudirektor Wessels. Eröffnet werden soll der Erweiterungsbau, der über einen unterirdischen Gang mit dem Hauptbau verbunden werden soll, im Frühjahr 2016. Das «neue» Kunstmuseum werde einen architektonischen Schwerpunkt im Stadtgefüge bilden, sagte Wessels weiter. Bemerkenswert sei, dass in Basel nicht «nur» Wirtschaft und Industrie markante Gebäude realisieren würden, sondern auch die Kultur.

Museumsdirektor Bernhard Mendes Bürgi betonte, dass sich das «neue» Kunstmuseum verstärkt einem jüngeren Publikum zuwenden wolle. Es gelte, neben der Kunst auch die Ausstellungsräume auf Weltklasse-Niveau zu heben. «Wir werden mit dem Neubau einen Quantensprung machen», stellte Bürgi klar.

Sonderausstellungen im Neubau

Der Neubau wird über eine Nettofläche von rund 8000 Quadratmetern verfügen. Geplant sind 19 Ausstellungsräume, in denen vor allem Sonderausstellungen und Kunst von 1950 bis 1990 gezeigt werden sollen. Das Kunstmuseum will die Zahl seiner Sonderausstellungen laut Bürgi verdoppeln.

Im bisherigen Bau aus den 1930er-Jahren soll künftig schwergewichtig die Sammlung Alter Meister und die klassische Moderne bis 1950 gezeigt werden. Finanziert wird der 100 Millionen-Bau je zur Hälfte vom Kanton sowie von der Mäzenin Maja Oeri. Der Grosse Rat hat 2010 hierzu den nötigen Kredit gesprochen.