Ältere Arbeitnehmende seien mit zahlreichen Problemen konfrontiert. Verlieren sie ihre Arbeit, «ist das Abrutschen in die Sozialhilfe eine reale Gefahr». Die Grossratsfraktion der Basler SP kündigt deshalb gleich eine Handvoll Vorstösse an, um ältere Arbeitnehmer vor einer jahrelangen Abhängigkeit von Sozialhilfe und Ergänzungsleistungen besser aufzufangen.

Dabei geht es etwa um eine Förderung der Wiedereinstellung: Viele Arbeitslose über 45 Jahren würden nicht angestellt, weil der Arbeitgeber hohe Beiträge an die Altersvorsorgeleistungen zahlen müssten. Die kurzfristige Übernahme dieser Kosten durch den Kanton würde die Hürden in der Arbeitssuche von langzeitarbeitslosen Personen abbauen und Wiedereinstellungen sinnvoll unterstützen.

Gleichzeitig prüft die SP eine Standesinitiative, mit welcher der Zwischenverdienst bei laufenden Rahmenfristen voll an den versicherten Lohn angerechnet werden soll.

Bei Arbeitslosen über 60 Jahre werde oft das Vermögen verzehrt, was Folgen auf die Leistungen nach der Pensionierung hat. Letztlich bleibe der Kanton zahlungspflichtig – über Ergänzungsleistungen oder Pflegebeiträge. Die SP fordert deshalb eine Überbrückungsrente bis zur Pensionierung.