Verkauf
Abschied auf Raten der Basler Mode-Queen Daniela Spillmann

Daniela Spillmann (60) zieht sich auch aus ihrer zweiten Boutique an der Aeschenvorstadt zurück. Seit dem 1. Mai gehört die Boutique Christian Parrat aus Binningen.

Rahel Koerfgen
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Daniela Spillmann hat die Boutique Baum verkauft. Dies auch, um mehr Zeit für sich selbst und ihre Familie zu haben.

Daniela Spillmann hat die Boutique Baum verkauft. Dies auch, um mehr Zeit für sich selbst und ihre Familie zu haben.

Schweiz am Wochenende

Basels grosse Modeunternehmerin ist auf dem Absprung: Nachdem Daniela Spillmann Ende 2016 ihre Traditionsboutique am Rheinsprung aufgrund fehlender Nachfolge geschlossen hatte, wurde nun auch ihr zweites und letztes Geschäft Baum an der Aeschenvorstadt 48 verkauft. Seit 1. Mai 2017 gehört es Christian Parrat aus Binningen, wie ein Eintrag im Handelsregister zeigt. Seine Frau Josephine ist die neue Geschäftsführerin, bestätigt Spillmann.

Zum Kaufpreis macht Spillmann, Nichte des legendären Basler Couturiers Fred Spillmann und Mitbesitzerin des Club de Bâle, keine Angaben. Sie betont aber, dass sie der Boutique Baum bis auf weiteres erhalten bleiben will: «Ja, ich habe den Laden verkauft. Dies aus dem Grund, weil ich mehr Zeit für mich und meine Familie haben möchte.

Seit dem 1. Mai bin ich nur noch Angestellte und kann das tun, was mir am meisten Spass macht: verkaufen.» Sie werde weiterhin jeden Tag im Laden anzutreffen sein und stehe ihren Stammkunden beratend zur Verfügung, sagt die 60-Jährige.

Für sie sei diese Lösung «ein Hit», mit dem Verkauf habe sie viel Verantwortung abgeben können, sagt Spillmann weiter: «Ich brauche mich zum Beispiel nicht mehr um die Buchhaltung zu kümmern, muss nicht an Messen reisen und mich auch nicht um den Einkauf kümmern. Das ist alles sehr zeitintensiv. Nach so vielen Jahren im Modegeschäft bringt dieser Schritt ein sehr befreiendes Gefühl mit sich.»

Konzept wird beibehalten

Dass Spillmann die Boutique Baum verkaufen und sich damit ganz aus dem Modegeschäft zurückziehen möchte, war schon lange entschieden. Dass es so bald schon geschehen würde, war allerdings nicht der Plan. Zum beschleunigten Entscheid hat geführt, dass Spillmann den Mietvertrag an der Aeschenvorstadt 48 um fünf Jahre hätte verlängern müssen. «Das hätte eine zu lange Zeitspanne bedeutet.»

Ihre Absicht sei nun, dass sie «noch mindestens drei Jahre» in der Boutique als Verkäuferin tätig ist, die neue Geschäftsführerin einarbeitet und sich danach langsam zurückzieht. Sie habe ein gutes Gefühl bei ihrer Nachfolgerin, die viel Mode-Erfahrung mitbringe. Laut Spillmann will Parrat sowohl den Namen als auch das Konzept der Boutique beibehalten.