Central Park
Abstimmungskommitee weibelt für Kredit von 1,56 Millionen Franken

An der Abstimmung am 22. September geht es um einen Kredit von 1,56 Millionen Franken für eine Machbarkeitsstudie. Diese Studie soll klären, wie eine allfällige Überdachung der Geleise im Westen des Bahnhof SBB auszusehen hätten.

Stephan Schuppli
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Die neue Grünfläche des Central Parks Basel soll gleichzeitig als Lebensraum dienen und Stadt und Geleise besser erschliessen.

Die neue Grünfläche des Central Parks Basel soll gleichzeitig als Lebensraum dienen und Stadt und Geleise besser erschliessen.

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Oswald Inglin will vor allem eines: Einen Irrtum ausräumen. Am 22. September werde nicht über ein konkretes Projekt abgestimmt, sondern über einen Planungskredit, sagt Inglin, CVP-Grossrat und Mitglied des Pro-Central-Park-Komitees an ihrer Medienkonferenz in der Markthalle.

Mit dieser Machbarkeitsstudie soll abgeklärt werden, wie eine allfällige Überdachung der Geleise im Westen des Bahnhofs SBB auszusehen hätte.

Kein «Knebel zwischen die Geleise»

«Es geht darum, einer einleuchtenden Idee zum Durchbruch zu verhelfen.» Engpässe bei den Fussgängerströmen zu den Geleisen sollen beseitigt werden, und das Gundeldinger Quartier erhalte die lang ersehnte Anbindung an das Stadtzentrum, so Inglin.

Der SBB soll das deutliche Signal gegeben werden, dass der Ausbau des Bahnhofs in den Zusammenhang der Stadtentwicklung gestellt werden soll, sagte Nationalrat Beat Jans von der SP, die am Montag Stimmfreigabe zur Volksinitiative beschlossen hatte.

Man wolle den SBB keinen «Knebel zwischen die Geleise» werfen, im Gegenteil. Die Bedürfnisse der Bahn müssten in die Machbarkeitsstudie einbezogen werden, betonte Jans.

Die SBB sind gegen die Überdachung, weil damit Fakten geschaffen würden, die sie in der Planung einschränken könnte. Beispielsweise müsste das Dach auf den Perrons abgestützt werden.

Inglin sieht das anders: Auch die SBB können vom Central Park profitieren, weil die bestehende Passerelle und das Umfeld des Bahnhofs aufgewertet würde. Andere Städte zeigten, dass dies sinnvoll sei (bz von gestern).

Bezüglich der Baukosten gibt es auch schon gewisse Vorstellungen. Im nordspanischen Ourense würde die Überdachung rund 80 Millionen Franken kosten, für Basel sei die Schätzung der Gruner AG auf einen Betrag in ähnlicher Höhe gekommen. Die Gegner hantieren mit 500 Millionen (das ist mehr als der H2-Tunnel zwischen Liestal und Pratteln).

An den kommenden drei Samstagen* weibelt das Komitee mit einem Modell durch die Stadt. Dieses Modell hat den Vorteil, die Vorzüge eines solchen Parks zu zeigen.

Der Nachteil besteht aber darin, das der nicht informierte Betrachter meinen könnte, das sei ein fixfertiges Programm, das es nun zu verwirklichen gelte. Oswald Inglin will genau diesen Irrtum verhindern. Er und seine Mitstreiter sind also bei ihrer Aufklärungsarbeit gefordert.

*Jeweils am Samstag, den 17., 24. und 31. August. 8 bis 9 Uhr: Riehen, 9.30 bis 10.30 Uhr: Meret-Oppenheim-Platz, 11 bis 12 Uhr: Tellplatz, 13 bis 14 Uhr: St. Johannsplatz, 14 bis 15 Uhr: Claraplatz, 15 bis 16 Uhr: Bundesplatz/Schützenmattpark.