Architektur

Actelion spielt Mikado

Die junge Firma Actelion hat einen steilen Aufstieg hinter sich. Herzog & de Meuron sorgen nun mit einem spektakulären Neubau für einen angemessenen Geschäftssitz.

Actelion wächst. 1997 gründeten Ex-Roche-Angestellte das Unternehmen in Allschwil. Sie setzten auf Tracleer, ein Medikament gegen Lungenhochdruck, dessen Entwicklung Roche gestoppt hatte.

Für Actelion wurde es zum Erfolgsrezept. Heute hat die Firma weltweit 29 Niederlassungen und über 1000 Mitarbeiter allein in Allschwil. Die bauliche Infrastruktur konnte mit dem Wachstum nicht Schritt halten. Nun soll ein spektakulärer Neubau nach Plänen von Herzog & de Meuron Abhilfe schaffen. Am 10. Dezember wird er eröffnet.

«Mikado-Architektur», nennt es Actelion-Vizepräsident Roland Haefeli, weil die Elemente des Gebäudes wie Mikadostäbe aufeinanderliegen.

Wer Mikado spielt, muss pro Runde einen Spielstab wegnehmen, ohne dass das Ganze zusammenfällt. Im übertragenen Sinn gilt dies auch für Actelion: 90 Prozent des Firmenumsatzes beruhen auf Tracleer. Und dessen Patentschutz läuft 2015 aus. Mögliche Nachfolgeprodukte sind laut Haefeli in Entwicklung. Für Forschung und Entwicklung gibt Actelion mit rund 25 Prozent des Umsatzes viel Geld aus. 2009 waren es über 460 Mio. Franken. (mts)

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