Mustermesse
Alain Berset eröffnet die Jubiläumsausgabe der Muba

Bundesrat Alain Berset hat am Freitag in Basel die muba eröffnet. Die frühere Mustermesse Basel feiert heuer ihr 100-jähriges Bestehen. Bis am 24. April zeigen über 550 Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen.

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Unter dem Motto "100 Jahre Zukunft" ist am Freitag in Basel die diesjährige muba eröffnet worden. Die frühere Mustermesse Basel feiert heuer ihr 100-jähriges Bestehen. Die muba brauche es auch heute noch, trotz der Digitalisierung, sagte Bundesrat Alain Berset in seiner Eröffnungsrede.

Das Virtuelle ersetze zwar die Realität immer genauer, anders als an der muba könne man sie jedoch nicht berühren, ausprobieren und erfahren, sagte Berset, der zuvor am Rundgang durch die Messe Käse aus seinem Heimatkanton gekostet hatte und e-Bike gefahren war. "Dieses Erlebnis leistet bislang kein 'Online-Shop'", sagte der Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Innern.

Die 100. Muba ist eröffnet
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Rene Kamm, CEO MCH Group AG, 2. von links, Guy Morin, Regierungspraesident Basel-Stadt, Bundesrat Alain Berset und Ulrich Vischer, VR-Praesident MCH Group AG, anschliessend von links, bei der Eroeffnung der 100. Mustermesse Basel Muba am Freitag
Alain Berset verschafft sich einen ersten Eindruck der Mustermesse.
Alain Berset verschafft sich einen ersten Eindruck der Mustermesse.
Alain Berset verschafft sich einen ersten Eindruck der Mustermesse.
Alain Berset verschafft sich einen ersten Eindruck der Mustermesse.
Alain Berset verschafft sich einen ersten Eindruck der Mustermesse.
Die Muba 2016 dauert noch bis zum 24. April.

Die 100. Muba ist eröffnet

Keystone

Die besten Ideen würden im Gespräch entwickelt, sagte Berset weiter. In diesem Zusammenhang lobte er die Innovationskraft der Schweiz. Die ETH, das CERN oder die Pharmaindustrie präsentierten zuweilen spektakuläre Innovationen, kleinere Unternehmen dagegen brillierten mit praktischen Erfindungen.

Was die Schweiz stark mache, sei diese breite Basis der Innovationskraft. Dies zeige sich auch an der muba, sagte der Innenminister.

552 Aussteller unter einem Dach

Der Messetag begann für Bundesrat Berset mit dem traditionellen Durchschneiden des Bandes. Dabei wurde er assistiert vom Basler Regierungspräsidenten Guy Morin und Vertretern der Messeveranstalterin MCH Group.

552 Aussteller zeigen bis zum 24. April ihre Produkte und Dienstleistungen in einer Halle und auf dem Messeplatz. Die Messeleitung hofft auf bis zu 150'000 Besucher.

Im Zentrum der Messe stehen auch dieses Jahr die Themen Wohnen, Haushalt, Küche, Bau und Garten, aber auch Gesundheit, Mode, Bildung oder Essen und Trinken. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die muba selbst, dies etwa mit einer Nostalgie-Sonderschau. Präsentiert werden auch sämtliche Plakate aus den 100 Messejahren.

Zeitlos elegant: die Plakatentwürfe für die Muba im Atelier von Rolf Rappaz.
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Zeitlos elegant: die Plakatentwürfe für die Muba im Atelier von Rolf Rappaz.
Das Muba-Plakat "Auftrieb" von 1945, im kleinen Gang im 2. OG.
Plakate im 2. OG, links von Peter Birkhäuser, mitte von Donald Brun, rechts von Rolf Rappaz.
Muba Plakate
Verschiedene Applikationen des Plakatsujets "Geflecht" von Rappaz für die Muba-Werbung 1958.

Zeitlos elegant: die Plakatentwürfe für die Muba im Atelier von Rolf Rappaz.

Kenneth Nars

Eine der traditionsreichen Veranstaltungen im Rahmen der muba ist der Tag der Frau. Er findet am Samstag zum 42. und zugleich zum letzten Mal statt. Geschaffen worden war der Anlass einst als Plattform zur Vernetzung. Diese Aufgabe haben in der Zwischenzeit neben der Berufswelt auch soziale Medien übernommen.

Mutter aller Messen

Die erste Schweizer Mustermesse hatte am 17. April 1917 ihre Tore geöffnet. Die über 800 Aussteller, die nur Muster präsentieren durften, stammten ausschliesslich aus der Schweiz. Die nationale Leistungsschau sollte während des Ersten Weltkrieges den Überlebenswillen der Schweiz und die landeseigenen Produkte stärken.

Erst zu Beginn der 1960er Jahre wurden in bestimmten Branchen ausländische Produkte zugelassen. Die Mustermesse legte den Grundstein für das moderne Messewesen in der Schweiz. Aus ihr gingen mehrere Dutzend Messen hervor, weshalb sie auch "Mutter aller Messen" genannt wird.

Die muba hat ihre besten Jahre zweifellos hinter sich. Bei der 50. Ausgabe wurden zum ersten Mal mehr als eine Millionen Besucherinnen und Besucher gezählt. Letztes Jahr waren dagegen nur noch 132'234 Personen an der muba, wie die Messe seit 1984 offiziell heisst.

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